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Asiatische Tigermücke (aedes albopictus)

Die Tigermücke hat sich aufgrund der klimatischen Rahmenbedingungen in den letzten Jahren immer weiter nach Mitteleuropa ausgebreitet. Mittlerweile sind sie auch in Lorsch „angekommen“ und es liegt an der Mitarbeit jedes Einwohners der Stadt Lorsch eine weitere Ausbreitung zu reduzieren.

Hier einige Tipps, welche in der jeweiligen Mücken-Saison (Anfang April bis Ende September) relevant sind:

  • Der Fokus liegt auf der Vermeidung, Beseitigung und Abdichtung von Brutstätten!

Brutstätten, die nicht beseitigt werden können, entweder komplett abdichten (z. B. Regenfass mit Moskitonetz und Gummiband) oder vierzehntäglich mit Bti-Tabletten in der Zeit von Mitte April bis Ende September behandeln. Bei größeren Brutstätten (z. B. Regentonne) eine entsprechende Anzahl von Bti-Tabletten direkt in diese Behältnisse geben (Je nach Hersteller und Gefäßvolumen). 

Ein Netz als Dauerhafte Lösung an allen Öffnungen des Fasses wäre jedoch zu bevorzugen.

  • Bti-Tabletten können frei im Handel z. B. Baumarkt oder online-shop gekauft werden (von Neudorf, Culinex, etc.). 

Beim Wirkstoff Bti handelt es sich um einen Eiweißkristall, welcher von dem sporenbildenden Bakterium Bacillus thuringiensis israelensis gebildet wird. Dieses biologisch abbaubare Eiweißpräparat wirkt hochselektiv und ist nur tödlich für die Larven weniger Mückenarten. Für andere Tiere, wie z.B. Bienen, Hunde, Katzen, Igel, Vögel, Reptilien, Amphibien und natürlich auch für den Menschen ist der biologische Wirkstoff völlig unbedenklich, so empfiehlt z. B. die Weltgesundheitsorganisation WHO in den Tropen Bti dem Trinkwasser beizumischen.

Durch das Abtöten von Stechmückenlarven wird auch kein Lebewesen Hunger leiden müssen, denn Stechmücken sind für keine andere Organismengruppe eine essenzielle Nahrungsgrundlage. 

Bei mehreren kleinen Brutstätten (Hof- und Straßengullys, Topfuntersetzer, Entwässerungsrinnen vor dem Haus/der Garage etc.) Bti-Tablette in lauwarmem Wasser auflösen und diese Suspension mit einer Gießkanne auf die einzelnen Brutstätten verteilen. Die Bti-Wasser-Mischung bitte innerhalb von 2-3 Tagen vollständig vergießen, nicht länger stehen lassen (Wirkstoff wird inaktiv und Wasser riecht unangenehm). Falls die Behandlung am zweiten oder dritten Tag nach dem Ansetzen fortgesetzt werden soll, Gießkanne mit der Restlösung schattig und kühl lagern.

Es ist wichtig sämtliche potenziellen Brutstätten auf dem Grundstück zu identifizieren und regelmäßig (vierzehntäglich in der Zeit von Mitte April bis Anfang Oktober) zu behandeln! Markieren Sie sich am besten im Kalender die Wochen, in denen die Behandlungen durchgeführt werden müssen.

  • Ist kein Bti zur Hand, kann durch das Ausleeren, Reinigen und Auskochen von wasserführenden Behältern der gleiche schützende Effekt erzeugt werden. Dies sollte einmal wöchentlich durchgeführt werden. Sowohl bei der Wintervorbereitung des Gartens als auch über die Saison hinweg, sollte man alle Behälter gründlich mit heißem Wasser (60-70°C) ausspülen, um die Eier der Asiatischen Tigermücke zuverlässig abzutöten. Die Weibchen heften die Eier sehr fest an die Innenseiten von wasserführenden Behältern, weshalb ein einfaches Ausspülen mit Wasser nicht ausreicht. Ein komplettes Ausleeren der Wasserbehältnisse führt lediglich zum Entfernen der bereits geschlüpften Mückenlarven. Die Eier sind jedoch weiterhin fest am Innenrand angeklebt. Daher ist der beste Schutz gegen die Verbreitung der Tigermücke das wöchentliche leeren und reinigen wasserführender Behältnisse! 
  • Um einen guten und nachhaltigen Effekt zu erzielen ist es wichtig, dass sich auch Ihre Nachbarn an der Bekämpfung der Tigermücke beteiligen und die Maßnahmen umsetzen. Tigermücken kennen keine Grundstücksgrenzen, auch wenn sie nicht sehr flugaktiv sind. Tigermücken fliegen aktiv nur wenige hundert Meter und stammen daher aus dem nahen Umfeld, wenn wir Sie in unserem Garten entdeckt haben. • Information zum gesundheitlichen Aspekt: Die Asiatische Tigermücke trägt von Natur aus keine Krankheitserreger (wie z. B. Dengue- oder Chikungunya-Viren) in sich. Eine Übertragung von solchen Erregern könnte jedoch bei warmen Sommertemperaturen erfolgen, wenn sich eine Stechmücke durch Stich an einer erkrankten Person infiziert. Beim Stich weiterer Personen könnten diese prinzipiell infiziert werden. Aktuell ist in Deutschland solch ein Fall noch nicht dokumentiert worden.
  • Weitere Informationen zur Tigermücken-Prävention finden Sie z. B. auf unserer Homepage unter: 

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