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Nachbericht zur Grenzfahrt 2026

Ein Ausblick auf die Lorscher Stadtentwicklung

Polizei- und Bürgersprechstunde
Polizei- und Bürgersprechstunde

Die Lorscher Grenzfahrt verspricht jedes Jahr Einblicke und Ausblicke zu ausgewählten Themen, die im Interesse der Bevölkerung liegen. Und so wurden auch in diesem Jahr wieder drei Stationen mit dem Rad angefahren, mit reger Teilnahme durch gut 80 Interessierte.

Von der Königshalle aus standen drei Ziele auf der Routenplanung der informativen Radtour quer durch Lorsch: Die Baustelle des Regenüberlaufbeckens in der Friedrich-Ebert-Straße, die Rettungswache der Johanniter Unfallhilfe sowie das LIG-Bauquartier auf dem Gelände der ehemaligen Holzhandlung Koch am Wingertsberg.

Der Ausgangspunkt der Route an der Königshalle wurde eingangs nochmal genutzt, um über den aktuellen Stand der Baustelle an der Nibelungenstraße 37 gegenüber aufzuklären (ehemalige Pizzeria bzw. Klosterbar). „Der Bau könnte schon weiter vorangeschritten sein, müsste die verantwortliche Entwicklungsgesellschaft der Stadt Lorsch nicht nach wie vor auf die Baugenehmigung warten“, erläuterte Bürgermeister Christian Schönung nach dem Empfang durch die Stadtverordnetenvorsteherin Christiane Ludwig-Paul. Ursache dafür ist der Einbezug der Denkmalschutzbehörde, der durch die direkte Nachbarschaft des UNESCO-Welterbes Kloster Lorsch unerlässlich ist. Die Sanierung des benachbarten Gebäudes, das auch das Café am Kloster beherbergt, schreitet wiederum täglich voran.

Das Regenüberlaufbecken

Bei der ersten Station in der Friedrich-Ebert-Straße angekommen, referierte der Leiter der Lorscher Kläranlage, Andreas Stolz, gemeinsam mit Bürgermeister Christian Schönung über die Notwendigkeit des Baus, seine künftige Funktion und welche Bereiche es damit schützen wird: Bei Starkregen kann die Anlage künftig das gesamte Stadtgebiet und seine Kanalisation entlasten und Überflutungen vorbeugen. Mit einer Füllung des Beckens wird ca. ein bis zwei Mal pro Jahr gerechnet. Zum Einsatz kommen dabei zwei unterirdische Kammern, die insgesamt 1.350 Kubikmeter Wasser auffangen können. Wer von den Grenzfahrtteilnehmenden besonders interessiert war, dem wurde auch ein Blick in den unterirdischen Maschinenraum gewährt, dessen Rührwerke nur zu bestimmten Zeiten laufen werden und so die Lärmverschmutzung der Nachbarschaft auf ein Minimum reduzieren.
Sobald die Bauarbeiten abgeschlossen sind, wird oberirdisch nicht mehr allzu viel von der Anlage zu sehen sein, auch, weil dort ein neuer Kinderspielplatz entstehen wird, dessen Vorgänger für die Bauarbeiten weichen musste.

Die Rettungswache der Johanniter Unfallhilfe

Seit Ende 2024 ist diese Stelle bereits im Daubhart eingerichtet und trägt damit zu der Abdeckung des Notfallversorgungsnetzes an der Bergstraße bei. Vor Ort empfingen der Leiter Fachdienste, Reinhard Munder, und die Leiterin des Rettungsdienstes Bergstraße Mona Eisenhauer die Grenzfahrt-Gruppe. Sie erläuterten, dass es sich bei der Stelle um einen Rettungswagen-Halteplatz handle. Die Unfallhilfe wird derzeit ausschließlich für den Tagdienst besetzt, also werktags von 7-17 Uhr, allerdings mit dem Ziel, künftig einen 24-Stunden-Dienst einzurichten. Wohin der in Lorsch stationierte Wagen bei einem Notfall gerufen wird, entscheidet die zentrale Leitstelle Bergstraße, die unter der 112 telefonisch erreicht werden kann. So kommen am Tag durchschnittlich zwischen 3-4 Einsätzen für das Lorscher Team zusammen.

Das LIG-Bauquartier

Auf dem ehemaligen Gelände des Sägewerks Koch verraten nur die bereits sichtbaren Hausanschlüsse am Straßenrand, dass hier demnächst die Bauarbeiten für das künftige Wohnquartier am Klosterpark Lorsch beginnen. Vor Ort erläuterte der zuständige Immobilienentwickler Jan Khaled Abdelfatah den aktuellen Planungsstand. Auf dem Gelände sollen bis voraussichtlich Frühjahr 2029 12 Doppelhaushälften, 3 Reihenhäuser sowie 15 Eigentumswohnungen, aufgeteilt auf drei Mehrfamilienhäuser, entstehen. Einige Kaufinteressierte haben sich bereits beim Unternehmen vormerken lassen.

Bebauungsplan für Busparkplatz und Wendeschleife

Dass in die Spitze, die die Odenwaldallee mit der ehemaligen Bensheimer Straße eine Wendschleife mit Ein- und Ausstiegsmöglichkeit für Reisebusse gebaut werden soll und dieser Ort mit einem Fußweg unterhalb der Odenwaldallee zum geplanten Busparkplatz verbunden werden soll, darüber informierte Bürgermeister Christian Schönung vor Ort. Ende des ersten Halbjahres 2027 soll der Bebauungsplan Rechtskraft erhalten, dass dann mit der Planung der Maßnahmen begonnen werden kann.

Die Grenzfahrt endete auf dem Gelände des Obst- und Gartenbauvereins, bei leckerem Kaffee und Kuchen und kühlen Getränken in geselliger Runde. Mitglieder des Vereines hatten alles für die interessierten Radler vorbereitet.

Grenzfahrt-Gruppe 2026
Grenzfahrt-Gruppe 2026

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