Städtepartnerschaft zwischen Lorsch und Zwevegem beim gemeinsamen Wochenende erneut mit Leben gefüllt

Vier Tage im Zeichen von Freundschaft, Begegnung und europäischem Austausch: Vom 4. bis 7. September 2026 war eine 15-köpfige Delegation aus Lorsch zu Gast in der belgischen Partnergemeinde Zwevegem. Gemeinsam mit Gästen aus der ebenfalls mit Zwevegem und Lorsch partnerschaftlich verbundenen französischen Stadt Le Coteau sowie einer Delegation aus Espalion/F folgten die Lorscherinnen und Lorscher der Einladung der Gemeinde Zwevegem zu einem abwechslungsreichen Partnerschaftswochenende.
Angeführt wurde die Lorscher Delegation von Bürgermeister Christian Schönung. Mit dabei waren außerdem Erster Stadtrat Olaf Jünge, weitere Mitglieder des Magistrats und der Stadtverordnetenversammlung sowie Vertreterinnen und Vertreter des Lorscher Partnerschaftsvereins und weitere mit der Städtepartnerschaft verbundene Bürgerinnen und Bürger.
Nach der Ankunft am Freitagabend wurden die Gäste im Rathaus von Zwevegem begrüßt und anschließend von ihren Gastfamilien empfangen. In den folgenden Tagen stand vor allem das persönliche Miteinander im Mittelpunkt. Bei einem vielfältigen Programm boten sich zahlreiche Gelegenheiten, Zwevegem mit seinen Stadtteilen kennenzulernen, bestehende Freundschaften zu vertiefen und neue Kontakte zwischen den Delegationen zu knüpfen.
Ein besonderer Höhepunkt des Wochenendes war der offizielle Verbrüderungsempfang im Rathaus. Gemeinsam mit Bürgermeisterin Isabelle Degezelle sowie den Vertreterinnen und Vertretern aus Le Coteau und Espalion wurde dort die Bedeutung der europäischen Städtepartnerschaften gewürdigt.
Bürgermeister Christian Schönung erinnerte in seinem Grußwort daran, dass Lorsch und Zwevegem bereits seit 1973 eine enge Partnerschaft verbindet. Aus dieser sei über die Jahrzehnte eine Freundschaft entstanden, die insbesondere von Vereinen, Partnerschaftsvereinen, Familien und zahlreichen persönlichen Kontakten getragen werde.
„Wenn wir nach Zwevegem kommen, treffen wir nicht einfach Menschen aus einer anderen Stadt oder einem anderen Land – wir treffen Freunde“, brachte Schönung die besondere Verbindung zwischen beiden Städten auf den Punkt.
Gerade angesichts der aktuellen Herausforderungen in Europa seien persönliche Begegnungen über Ländergrenzen hinweg von besonderem Wert. Europa lebe nicht allein von Politik und Institutionen, sondern insbesondere von den Menschen, die aufeinander zugehen, sich kennenlernen und Freundschaften über Grenzen hinweg pflegen.
Als Zeichen der Verbundenheit hatte die Lorscher Delegation auch ein besonderes Gastgeschenk im Gepäck: einen Apfelbaum, der künftig in Zwevegem wachsen und symbolisch für die Freundschaft zwischen den Partnerstädten stehen soll.
Ein besonderer Dank galt Erwin Bossuyt, dem Vorsitzenden des Partnerschaftsvereins in Zwevegem, der das gemeinsame Wochenende mit großem persönlichen Engagement organisiert hatte, sowie Bürgermeisterin Isabelle Degezelle, der Gemeinde Zwevegem, den beteiligten Vereinen und insbesondere den Gastfamilien für ihre herzliche Aufnahme der Delegationen.
Am Montagmorgen hieß es schließlich Abschied nehmen. Nach vier Tagen voller Begegnungen, Gespräche und gemeinsamer Erlebnisse trat die Lorscher Delegation die Heimreise an – mit vielen neuen Eindrücken und der Gewissheit, dass die über Jahrzehnte gewachsene Verbindung zwischen Lorsch und Zwevegem auch weiterhin von persönlichen Begegnungen lebt.
Das Partnerschaftswochenende machte damit einmal mehr deutlich, was die europäischen Städtepartnerschaften auszeichnet: Sie bringen Menschen zusammen, schaffen Freundschaften über Grenzen hinweg und machen Europa ganz unmittelbar erlebbar. Im kommenden Jahr feiern Le Coteau/F und Lorsch 60-jährige Partnerschaft.