Hoftorpoesie lädt zum Mitmachen ein
Wenn Worte an Hoftoren hängen und Gedichte den Alltag begleiten, ist es wieder Zeit für die Lorscher Hoftorpoesie. Auch in diesem Jahr verwandelt sich das Stadtbild von Lorsch ab dem Monat Mai in eine offene literarische Bühne. Bürger*innen aller Altersgruppen sind herzlich eingeladen, mit eigenen Texten oder ausgewählten Gedichten Teil dieser besonderen Aktion zu werden.
Farben begegnen uns überall in unserem Alltag: stehen für Stimmungen und Emotionen oder prägen ganz persönliche Lebensmomente. Die diesjährige Aktion widmet sich dieser Vielfalt und lädt dazu ein, Farben poetisch zu erkunden. Gesucht werden Gedichte, die Farben beschreiben, interpretieren oder als Ausgangspunkt für persönliche, kreative oder poetische Gedanken nutzen. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt – denn jede Farbe erzählt ihre eigene Geschichte.
Teilnehmen können alle – unabhängig von Alter oder Schreiberfahrung. Willkommen sind sowohl erfahrene Lyrikliebhaber*innen als auch diejenigen, die sich erstmals kreativ ausprobieren möchten. Eingereicht werden können eigene Texte ebenso wie ausgewählte Gedichte von Lieblingsdichter*innen, die thematisch passen. Auch Beiträge in Fremdsprachen sind ausdrücklich erwünscht. Im Mittelpunkt steht die Freude am Schreiben und Entdecken von Sprache.
Schulen aus Lorsch und der Umgebung sind eingeladen, sich mit Klassen an der Aktion zu beteiligen. In den Vorjahren haben bereits zahlreiche Schüler*innen aus dem Kreis Bergstraße mit ihren Texten zur Vielfalt der Hoftorpoesie beigetragen und waren mit ihren Werken eine wundervolle Bereicherung. Auch in diesem Jahr freut man sich über engagierte Klassen.
In diesem Jahr breitet sich die Hoftorpoesie noch weiter aus. Neben Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen werden gezielt die Senior*innen des Johanniterhauses in das Projekt einbezogen. Initiiert wurde diese Erweiterung von Hannah Guth, welche ihr freiwilliges soziales Jahr im Kultur- und Tourismusbüro in Lorsch verbringt. Ihr Projekt Poesie generationenübergreifend erlebbar zu machen, wird durch die Zusammenarbeit mit dem Johanniterhaus möglich gemacht. Dabei können dessen Bewohner*innen in einem angeleiteten Workshop aktiv an der Hoftorpoesie mitwirken. Die Idee dahinter: Poesie in alle Ecken der Stadt zu tragen und Menschen aller Generationen miteinander zu verbinden. Diese Idee wird mit Hilfe des Lorscher Bienen- und Dichterprojekts in die Tat umgesetzt.
Ab Mai werden die ausgewählten Texte dann wieder großformatig an die Lorscher Hoftore gehängt und im gesamten Stadtgebiet ca. bis Juli zu sehen sein. Eine Übersicht über die Aufhängungsorte der Gedichte wird auf der Website der Stadt Lorsch veröffentlicht bzw. liegt in der Tourist-Information NibelungenLand im Alten Rathaus aus und lädt zu einer poetischen Entdeckungsreise durch die Stadt ein.
Die Hoftorpoesie lebt auch von den Menschen, die ihre Hoftore für Literatur öffnen. Deshalb sind auch in diesem Jahr Bürger*innen herzlich eingeladen, sich zu melden, wenn sie künftig selbst ein Gedicht an ihrem Hoftor präsentieren möchten. Neue Orte für Poesie sind jederzeit willkommen. Interessierte können sich gerne beim Kultur- und Tourismusbüro der Stadt Lorsch (per Mail an kultour@lorsch.de oder telefonisch unter 0 62 51.59 67 506) melden und Teil dieses besonderen Stadtprojekts werden.
Die Gestaltung und Formatierung der Texte übernimmt das Kultur- und Tourismusbüro der Stadt Lorsch, bevor sie an den Hoftoren angebracht werden.
Gemeinsam entsteht so ein literaturgeprägtes Stadtbild, das Poesie aus dem Buch herausholt und mitten ins Leben bringt.
Einsendeschluss ist der 27. März 2026 und die Gedichte können per E-Mail an kultour@lorsch.de oder per Post an das Kultur- und Tourismusbüro, Stiftstr. 1, 64653 Lorsch gesendet werden.