„PERSPEKTIVEN – Ein Kulturdenkmal im Zeitenwandel“ wird noch bis Sommer 2025 zu sehen sein
Die Vernissage im Lorscher Museumszentrum liegt nun ein knappes halbes Jahr zurück und viele Gäste konnten sich in der Ausstellung bereits die wechselvolle Geschichte und den stetigen Wandel des Klostergeländes vergegenwärtigen – nun bietet sich glücklicherweise die Gelegenheit, die Ausstellung noch bis zum 22. Juni dieses Jahres verlängern zu können!
Ideen
für neue Ausstellungen gibt es übrigens schon, in der Kooperation zwischen
städtischem Kultur- und Tourismusbüro und den Staatlichen Schlössern und Gärten
Hessen, die auch für diese Ausstellung zusammenarbeiteten. Ob diese Konzepte
aber in näherer oder etwas fernerer Zukunft umgesetzt werden können, wird
derzeit noch eruiert.
Das Kloster Lorsch war auch bereits vor der Titelvergabe durch die UNESCO ein identitätsstiftender Bestandteil der südhessischen Kleinstadt. Im Zuge der gesellschaftlichen Entwicklung über die vergangenen 100 Jahre und mehr, hat es sich mit den sich ändernden Bedürfnissen stets weiterentwickelt und verwandelt. Die neueste und wohl rückblickend größte Veränderung wurde 2014 umgesetzt und hat dem für Lorsch, die Region und über ihre Grenzen hinaus so bedeutsamen Ort noch mehr Wirkung und Strahlkraft verliehen. Anlässlich dieses 10-jährigen Jubiläums zeigt die Ausstellung Momentaufnahmen aus über 100 Jahren des Wandels des ältesten Hessischen Welterbes, aus der Perspektive seiner Lorscher Bürgerschaft. Die Bevölkerung war für die Ausstellung aufgerufen worden, die Privatarchive zu durchforsten und die Fotoauswahl um weitere Aufnahmen zu ergänzen – wovon einige Aufnahmen in der Ausstellung wiederentdeckt werden können.
Wie mit einem Spiegel, der die zeitliche Barriere überwindet, stellen die beiden Fotograf*innen Dominik Lehman und Stephanie Deckers ausgewählte historische Aufnahmen ihren jeweils eigenen zeitgenössischen Neuinterpretationen gegenüber und bilden damit den Rahmen der Ausstellung.
Ergänzt wird die Retrospektive mit Gegenwartsbezug durch die Entwürfe, die für die Umgestaltung entstanden. Zu sehen sind jene Pläne, die es im Zuge des damals ausgeschriebenen Wettbewerbs in den Endausscheid geschafft hatten.
Mit einer Auswahl „Lorscher Wohnzimmer-Kunst“ in einer kleinen Abteilung, bekommen außerdem die Perspektiven von (Laien-)Künstler*innen und Grafiker*innen auf unser Kloster eine eigene Bühne.