Stadt will Vermieter*innen gewinnen
Luxusgut Wohnraum! Genau das ist mittlerweile deutschlandweit zum Problem geworden. Vor allem wenn man in die Kategorie „bezahlbarer“ Wohnraum kommt, verschärft sich die Lage noch einmal drastisch. Eine Möglichkeit die Wohnungsnot zu mildern, ist die Aktivierung von leerstehendem Wohnraum. Auch in Lorsch gibt es sie noch: Leerstehende Wohnungen oder Häuser, die vermietet werden könnten. Was auch immer die Gründe sind, die Stadtverwaltung möchte den Vermieter*innen ein Angebot machen, indem sie selbst als Mieterin auftritt.
Deshalb startete die Verwaltung in Lorsch bereits im Jahr 2019 das Projekt „Vermiete doch an die Stadt“. Bei allen Angelegenheiten und möglichen Problemen des Mietverhältnisses ist dann immer die Stadt die erste Ansprechpartnerin!
Menschen ein bezahlbares zu Hause bieten!
Einige Wohnungen konnten bereits von der Stadt angemietet werden, jedoch reicht dies bei Weitem nicht, den dringend benötigten Wohnraum zur Verfügung zu stellen. „Es ist wichtiger denn je, gute und ausreichend bezahlbare Wohnungen zu finden“, ist der Tenor aus dem Lorscher Stadthaus. Bekannt ist: „Viele Wohnungen in Lorsch stehen leer, weil sich die Wohnungseigentümer scheuen, an ihnen unbekannte Menschen zu vermieten.“ Migrant*innen haben es dabei noch einmal schwerer.
Doch bei „Vermiete doch an die Stadt“ ist und bleibt eben die Stadt Hauptmieterin und damit Vertrags- und Ansprechpartnerin, zahlt die Miete und trägt die Risiken des Mietverhältnisses, während die Wohnungsnutzer*innen lediglich als Untermieter*innen auftreten. Die Stadt begleitet das Mietverhältnis, wenn Bedarf besteht.
„Nutzen Sie daher Ihre Möglichkeit, Ihre leerstehende Immobilie sicher zu vermieten und melden Sie Ihren vorhandenen Wohnraum der Stadt Lorsch“, appelliert deshalb Bürgermeister Christian Schönung an die Wohnungseigentümer*innen in Lorsch. Nicht nur Wohnungen sind gefragt, auch ganze Wohnhäuser werden gerne auch angemietet.
Bei Rückfragen steht Ihnen Maximilian Höbel von der Liegenschaftsabteilung unter der Rufnummer: 0 62 51/59 67-309 oder per Mail unter: m.hoebel@lorsch.de zur Verfügung.