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Wegfliegen – Der Leseschwarm verabschiedet sich

15. Sep 2020

Abschlussveranstaltung nach neun erfolgreichen Jahren

Plakat

Das werden viele nicht wahrhaben wollen: Neun Jahre lang ist er hin- und hergeflogen, hat ein wachsendes, begeistertes Publikum mit sich gezogen, ist an den ungewöhnlichsten Plätzen in Lorsch gelandet und verteilte, was er fleißig gesammelt hatte an die kulturhungrigen Gäste: Der Leseschwarm. Mit Renate Heidler, Heidrun Scheyhing, Alice Schnitzer, Elmar Ullrich, Ursula Ullrich und Walter Wolfgarten hatte sich eine so lyrikkundige wie begeisterte Gruppe gebildet, die über all die Jahre immer wieder neue Aspekte, andere Autor*innen und neue Themen herausarbeitete, zu denen die beliebten Rezitations-Abende unter freiem Himmel stattfanden.

Unter dem Titel „Wegfliegen“ verabschiedet sich der Leseschwarm nun am 6. und am 7. Oktober mit seinem genau 40. Programm aus dem Bienen- und Dichterprojekt der Stadt. Nicht nur die Leseschwarm-Fans dürften dies bedauern. Auch im KULTour-Amt weiß das Team, was es an den nimmermüden Poesie-Kenner*innen hatte. „Diese sechs Poesie-Begeisterte bildeten die erste Bürgergruppe, die sich mit einem der drei großen Kulturprojekte der Stadt Lorsch verbunden hatte“, so die Amtsleiterin Gabi Dewald. „Sie haben uns durch ihre Arbeit immer wieder ermutigt und bestärkt. Wir sind ungeheuer dankbar dafür.“ 1400 Gedichte wurden in diesen neun Jahren zu Gehör gebracht und dabei etwa 4000 Zuhörer*innen angelockt.

Ob Friedhof oder Herrenbrücke, Feuerwehrgerätehaus oder Marktplatz, Waldschwimmbad oder Kindergarten – wenn der Leseschwarm ausflog, dann waren meist Menschen aus der ganzen Region dabei. Erkennbar brachte jedes Leseschwarm-Mitglied seine Lieblingsdichter*innen in die jeweilige thematische Gedichtauswahl ein und auch eine jeweils eigene Art des Vortrags innerhalb des stets zweimal dreißigminütigen Vortrags. „Diese Mischung war eines der belebenden und beliebten Profile der Veranstaltung“, sind sich alle einig.

Nicht wegzudenken waren auch die Pausen-Speisungen, die ebenfalls immer auf das Thema des Abends zugeschnitten waren. Doch was kochte man zur Überschrift: „Ein Hund hält Reden“ – Tierische Gedichte“, zu „Das Lied vom blonden Korken – Poetische Kuriositäten“; „…war eine Wolke, die ich lange sah – Gedichte mit Wolken“ oder gar „Blaue Gedichte“? – Die kulinarischen Überraschungen des Leseschwarm-Kochs Bernhard Blume waren stets mit Heißhunger erwartet worden und schmackhaft.

Durch diesen liebgewonnen Programmpunkt macht bei der letzten, an zwei Folgetagen doppelt veranstalteten Leseschwarm-Präsentation Corona einen Strich durch die Rechnung. Dafür aber wird es eine Ausstellung mit Fotos aus neun Jahren Leseschwarm geben, eine große Stadtkarte, auf der alle Leseschwarm-Orte noch einmal markiert sind, eine Liste, auf der alle Programm und Orte (die sich jeweils aufeinander bezogen) zusammengeführt werden usw. „Nachdem sich der Leseschwarm in seinem letzten Flugjahr pandemiebedingt nur digital zeigen konnte, freuen wir uns, dass dieser letzte gemeinsame Ausflug dann doch wieder analog passieren kann“, so das Team vom KULTour-Amt angesichts der beiden Abende im Paul-Schnitzer-Saal.

„Der Doppeltermin wurde notwendig, da die Zahl der Gäste im Paul-Schnitzer-Saal gemäß der geltenden Hygiene-Regeln auf 50 begrenzt ist. Denn wir wollen allen Leseschwarm-Fans die Möglichkeit geben, beim ‚Wegfliegen‘ dabei zu sein“, sagt Dewald. „Doch achten Sie darauf: Sie sollten sich unbedingt im KULTour-Amt voranmelden, damit wir dann vor Ort alles Corona-konform, sicher und geregelt organisieren können. Und denken Sie daran, eine Maske mitzubringen! So gerüstet sollte einem vergnügten Ehrenrundflug zum Abschluss dieser Leseschwarm-Ära nichts im Wege stehen!“ (Voranmeldungen bitte unter: leseschwarm@lorsch.de oder Telefon 01 57.85 04 94 26).

„Wegfliegen. Der Leseschwarm verabschiedet sich“ am 6. und am 7. Oktober, jeweils um 19 Uhr im Paul-Schnitzer-Saal

Zusammen & gesund bleiben! Jeweils nur 50 Plätze. Aber auch wenn der Leseschwarm wie immer keinen Eintritt kostet: Bitte unbedingt voranmelden unter lsschwrmlrschd oder Telefon 01 57/85 04 94 26). An der Abendkasse nur noch eventuell vorhandene Restkarten!

Maskenpflicht ausgenommen am Sitzplatz. Abstandsregeln und Desinfektionsmaßnahmen beachten.

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