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Mit Röntgen auf der Spur mittelalterlicher Tierknochen

Schönklinik in Lorsch unterstützt Welterbestätte Kloster Lorsch bei der Analyse von Tierknochen

v.l. Claus Kropp (Leiter Freilichtlabor Lauresham), Gregor Heger und Joachim Schmitzer (Schön Klinik Lorsch). Bild: VSG.
v.l. Claus Kropp (Leiter Freilichtlabor Lauresham), Gregor Heger und Joachim Schmitzer (Schön Klinik Lorsch). Bild: VSG.
Mittelfußknochen eines Rindes aus dem Kloster Lorsch. Bild: VSG
Mittelfußknochen eines Rindes aus dem Kloster Lorsch. Bild: VSG

Im Rahmen eines großangelegten Forschungsprojektes der Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen in Zusammenarbeit mit der Archäozoologin Kerstin Pasda sowie dem Curt-Engelhorn-Zentrum für Archäometrie (CEZA) in Mannheim werden an der UNESCO Welterbestätte Kloster Lorsch seit dem Jahr 2018 auch die dort im Rahmen von Ausgrabungen geborgenen Tierknochen genauer untersucht. Neben der Bestimmung der Knochen hinsichtlich Tierart geht es in dem Projekt auch um Fragen des Tieralters, mögliche Krankheiten und letztlich auch um die Ernährung der Lorscher Mönche im Mittelalter. So ist es beispielsweise anhand von Isotopenanalysen möglich festzustellen, ob die Mönche sich eher vegetarisch ernährt haben oder die Nahrung stärker vom Konsum von Fleisch und Fisch geprägt war. Kennt man die verschiedenen Tierarten, so lässt sich auch deren wirtschaftliche Bedeutung für das Lorscher Kloster besser erfassen.
Eine Kooperation mit der Schön-Klinik in Lorsch hat es nun ermöglicht,  radiologische Untersuchungen mit in das Projekt einbeziehen zu können. Claus Kropp, Leiter des Freilichtlabors Lauresham, zeigt sich begeistert von den Möglichkeiten in der Schönklinik.  „Die Zusammenarbeit mit der Radiologie ermöglicht es uns zum Beispiel, dass Alter dieses Rindes zum Schlachtzeitpunkt genauer eingrenzen zu können“, so Kropp, als er das Röntgenbild eines aus dem Kloster Lorsch stammenden Mittelhandknochens aus dem Spätmittelalter näher untersucht. Mit diesen Informationen sei es dann besser möglich, Fragen des Lebendgewichts sowie der Körpergröße bei den entsprechenden Tieren klären zu können.
Die Zusammenarbeit soll in Zukunft auch auf andere Projekte der Welterbestätte Kloster Lorsch ausgeweitet werden.   

Weitere Informationen:

Claus Kropp
UNESCO Weltererbe Kloster Lorsch
Freilichtlabor Lauresham
ckrppklstr-lrschd
0 62 51/869200
www.kloster-lorsch.de

 

Elisabeth Weymann
Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten
Öffentlichkeitsarbeit
lsbthwymnnschlssrhssnd
06172 / 9262-103
0174 / 2716125

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