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Erster digitaler „Tag der Experimentellen Archäologie“ ein großer Erfolg

Freilichtlabor Lauresham plant Fortsetzung

Das Experimentalarchäologische Freilichtlabor Lauresham hat mit seinem ersten analog-digitalen Tag der Experimentellen Archäologie“ einen großen Erfolg verbucht. Die Auswertung der Statistik ergab, dass sich die Zahl der Inter-essierten an den digitalen Präsentationen zur Arbeit und der Forschung im Modell eines karolingischen Herrenhofes exponentiell steigerte. Dies teilten die Stadt Lorsch, die Schlösserverwaltung und der Leiter von Lauresham, Claus Kropp, am Donnerstag mit. Man denke darüber nach, das geglückte Experiment zu wiederholen – nicht nur unter Zwang, sondern künftig als bereichernde Zusatzvermittlung.

Der Thementag von Lauresham beim UNESCO Welterbe Kloster Lorsch am 9. und 10. Mai musste aufgrund der Corona-Pandemie vollständig auf digitale For-mate umgesteuert werden. Kropp: „Die Zahl unserer Gäste im Netz, die die ge-schaltete Homepage besuchten und unseren Auftritt im Internet verfolgten, hat sich verglichen mit den Gästen, die wir normalerweise vor Ort empfangen, in die Hunderte und Tausende vervielfacht. Das ist eine überaus positive Bilanz.“

Besonders sei hervorzuheben, dass sich die internationale Reichweite stark vergrößerte. „Für das Freilichtlabor war diese Premiere ein gigantischer Werbe-block“, so Kropp. Die sowohl in Deutsch als auch in Englisch auf einer neuen Website, auf YouTube sowie in den Sozialen Medien angebotenen Veranstalt-ungen und Informationen nahmen NutzerInnen aus dem europäischen Ausland, aus Nord- und Südamerika und aus Ländern Asiens wahr. „Wir haben an diesen zwei Tagen dafür gesorgt, das UNESCO Welterbe in Lorsch, Lauresham und seine Forschungsprojekte weit über die Region und über unsere nationale Grenze hin-aus bekannter und verständlicher zu machen.“

Von der Innovation im Netz profitierten auch die zwei internationalen Netz-werke von WissenschaftlerInnen, zu denen das Forschungsmuseum Lauresham zählt. Mit EXARC (Experimental Archeology) und AIMA (International Association of Agricultural Museums) tauschen sich Kropp und sein Team über experimen-telle Methoden aus, die das Leben der Menschen im Frühmittelalter nachstellen, und erörtern wissenschaftliche Erkenntnisse zu einzelnen Vorhaben wie dem Grubenhaus-Projekt in Lorsch. Zwar gebe es digitale Konferenzen dieser Netz-werke, „doch einen Thementag, der eigentlich stark von Anschauung lebt, vir-tuell zu gestalten, das war etwas wirklich Neues", sage Kropp.

Das eng getaktete Wochenendprogramm bot fast zwanzig spannende und ab-wechslungsreiche wissenschaftliche Beiträge. Es gab eine breite Palette von ex-perimentalarchäologischen und sogenannten archäotechnischen handwerk-lichen Demonstrationen zu sehen sowie Projektvorstellungen, virtuelle Info-Stände und Wissensvermittlungen per Video. Außerdem war es möglich, sich an Onlinediskussionen beteiligen. „Wo wir normalerweise dreißig, vierzig Gäste zählen, registrierten wir jetzt zwei- bis dreihundert Teilnehmende, vom his-torisch Interessierten bis zum Post-Doktoranden“, berichtete Kropp.

Foto: UNESCO Welterbe Kloster Lorsch
Foto: UNESCO Welterbe Kloster Lorsch

UNESCO Weltererbe Kloster Lorsch
Freilichtlabor Lauresham
Claus Kropp
ckrppklstr-lrschd
0 62 51/869200
www.kloster-lorsch.de

Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten
Elisabeth Weymann
Pressesprecherin
elisabeth.weymann@
schloesser.hessen.de

06172/9262-103 und 0174/2716125

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