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Freilichtlabor Lauresham geht neue digitale Wege

Erstes virtuelles Themenwochenende am 9. und 10. Mai 2020

LORSCH. Erstmals wird ein Tag der Offenen Tür, den das Experimentalarchäologische Freilichtlabor Lauresham an der UNESCO Welterbestätte Kloster Lorsch abhält, komplett online stattfinden. Aufgrund der weiteren Vorsichtsmaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben der Leiter von Lauresham, Claus Kropp und sein Team eine gesonderte Homepage zum Tag der Experimentellen Archäologie am Wochenende vom 9./10. Mai eingerichtet: www.experimentellearchaeologie.org

Die MitarbeiterInnen des Freilichtlabors rund um einen idealtypisch rekonstruierten, frühmittelalterlichen Herrenhof mit Land- und Viehwirtschaft sowie einem Besucherzentrum, hatten schon zuvor auf die allgemeine Schließung von Kultureinrichtungen reagiert. Etwa mit einer Reihe von Video-Clips unter der Überschrift „Lauresham digital“ auf der Homepage des Welterbes (www.kloster-lorsch.de). Nun soll auch in Bezug auf diese Großveranstaltung erreicht werden, „dass wir mit unserem Publikum im Dialog bleiben“, so Kropp am Mittwoch, den 29. April 2020.

 

Das erste im Netz veranstaltete Themenwochenende (9./10. Mai) bietet jeweils zwischen 11 und 18 Uhr Vorträge, Projektvorstellungen sowie virtuelle Infostände in Echtzeit an. Sie sind auf die Partizipation Interessierter ausgerichtet und ermöglichen auch eine direkte Teilnahme an mehreren Live-Diskussionen. Außerdem geben Videofilme Einblicke hinter die Kulissen des Freilichtlabors. Alle Beiträge sind mit Untertitelspuren versehen (deutsch und englisch, je nach Muttersprache des/der ReferentIn), um ein internationales Publikum anzusprechen.

Einzelheiten zum Programm und den Modalitäten zur Teilnahme an den Diskussionen sind ab sofort auf der dafür eingerichteten und jetzt freigeschalteten Website (siehe oben) in Erfahrung zu bringen. Claus Kropp sieht den Auftritt im Web auch als Chance: „Wir möchten in Zeiten dieser globalen Krise aus der Not eine Tugend machen. Mit diesem digitalen Themenwochenende haben wir einen Weg gefunden, um uns der Öffentlichkeit mit unseren Anliegen mitzuteilen und den Austausch im internationalen wissenschaftlichen Netzwerk experimenteller ArchäologInnen weiter zu stärken. Natürlich wird uns die unmittelbare Anschauung fehlen. Doch die neue Form eröffnet uns die Möglichkeit, über unsere bisherigen Unterstützerkreise hinaus weitere Freunde für das Freilichtlabor zu gewinnen.“