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„Jetzt geht es aus der Reaktion in die Aktion!“

Die städtische Wirtschaftsförderung schaltet mit ihren Maßnahmen in die nächste Stufe

„Für viele Lorscher Unternehmen waren die letzten Wochen ein wilder Ritt - und dadurch auch für uns“, bilanziert der Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft Lorsch (EGL), Matthias Herbener, die Entwicklungen in der lokalen Wirtschaft durch die Corona-Pandemie. „Mitte des Monats März kamen erste Unternehmer-Anfragen zu Unterstützungsmöglichkeiten. Die ersten waren Solo-Selbstständige im Dienstleistungsbereich, denen die Auf-träge komplett wegbrachen. Durch die Schließungsmaßnahmen folgten kurz danach Geschäfte und Restaurants, was ganz oft verbunden ist mit harten persönlichen Auswirkungen. Das hat zunächst unsere ganze Aufmerk-samkeit gebraucht.“

Informieren, unterstützen

Es ging bspw. zunächst darum - gemeinsam mit dem Ordnungsamt - rechtliche Unsicherheiten für betroffene Geschäfte und Restaurants zu beseitigt. Danach wurden zügig Listen veröffentlicht, um über geöffnete Geschäfte sowie Liefer- und Abholdienste zu informieren. Eine weitere Sorge galt der möglichen Fortführung des Wochen-marktes.“ Parallel stellte die EGL Möglichkeiten der finanziellen Entlastung und Unterstützung zusammen, „die wir fast täglich aktualisierten, und ergänzten“, so Herbener (alles unter: https://www.eglorsch.de/ und in den sozialen Medien abrufbar). „Schließlich informiert die EGL in einer besonderen Serviceleistung fortlaufend gut 700 Unter-nehmen per Mail über die für sie wichtigen Neuigkeiten“, summiert der Geschäftsführer die ersten krisenbezogenen Aktivitäten der Wirtschaftsförderung als Reaktion auf die plötzlich hereingebrochene Krise. Die Resonanz auf diese Angebote ist hoch und überwiegend positiv: „Die Zugriffszahlen auf unserer Homepage sowie zahlreiche Rück-meldungen per E-Mail und Telefon zeigen, dass die Informationen aufgegriffen und genutzt werden. Viele haben die vorgeschlagenen Maßnahmen, auch gemeinsam mit ihren Steuerbüros, umgesetzt“, so Herbener.

Handlungsspielräume in der Krise

Doch jetzt schaltet die EGL vom Reaktionsmodus auf Aktion. Insbesondere der Geschäftsführer richtet den Fokus wieder stärker auf die Bestandsunternehmen im Mittelstand sowie die Ansiedlung neuer Unternehmen, von denen einige trotz der Krise an ihren Vorhaben festhalten. Projektleiterin Ann-Kathrin Riedel hingegen behält die Unter-nehmen im Fokus, die Corona-bezogene Unterstützungsmöglichkeiten benötigen. Timo Cyriax, der Innenstadt-, Handels- und Gastronomiebeauftragte, unterstützt rasche Maßnahmen für direkte Umsätze vor Ort: „Noch vor Ostern wird ein System verfügbar sein, mit dem Online-Gutscheine für Geschäfte, Restaurants, Dienstleister und Kultur-betriebe gekauft und dann nach der Wieder-Öffnung eingelöst werden können. Wir zählen dabei auf die Solidarität der Lorscherinnen und Lorscher“, so Cyriax. Unabhängig von der jetzigen Not-Situation bietet das System Perspek-tiven: Es kann ebenfalls für den schnellen Aufbau eines Online-Shops genutzt werden. Cyriax: „So können die Geschäften über Corona hinaus mit wenig zusätzlich notwendigem Aufwand und Knowhow ihre Produkte digital vorzustellen sowie zur Abholung, Lieferung oder zum Versand anbieten.“

Möglich macht den kurzfristigen Aufbau eines solchen Angebotes ein Lorscher Unternehmer, der damit auf die Stadt und die EGL zugekommen ist. Die Initiative stößt auch auf die Zustimmung bei der Wirtschaftsvereinigung Einzel-handel Lorsch (WEL), da das Angebot mit den eigenen Konzepten nach erster Einschätzung gut zusammenpassen könnte.

An danach denken

Parallel und plangemäß laufen nun auch die beiden Innenstadt-Förderprogramme an, vor allem Wirtschaftsförder-ungs-Programm „Lokale Ökonomie“. Auch hierbei gibt es Gespräche mit dem Ministerium, ob Maßnahmen bezogen auf die Auswirkungen der Corona-Krise ausgeweitet werden können.

Auch beim Thema Vermietungen setzt die EGL Zeichen: Im Co-Working Lorsch vermietet die Entwicklungsgesellschaft Gewerbeflächen. „Wir werden den Unternehmen bei der Miete entgegenkommen“, so Ann-Kathrin Riedel. Für EGL-Geschäftsführer Matthias Herbener gibt es dafür zwei Gründe: „Erstens unterstützen wir die Unternehmen und sind solidarisch mit unseren langjährigen Mietern. Zweitens macht die Maßnahme auch für uns aus finanziellen Gründen Sinn: Verlangen wir jetzt den vollen Mietpreis, laufen wir Gefahr, die Unternehmen als Mieter zu verlieren und können im Anschluss die Leerstände vermutlich weder kurz- noch mittelfristig nachbelegen. Ein solches Agreement bedeutet jetzt eine Schadensbegrenzung und auf lange Sicht gesehen eine Win-Win-Situation für beide Seiten!“

Auch Bürgermeister Christian Schönung begrüßt das Engagement der städtischen Wirtschaftsförderung und ruft die Unternehmen auf, die Angebote intensiv zu nutzen:  „Die EGL hat ein umfangreiches Informations- und Beratungs-Angebot zusammengestellt. Wenn Sie Fragen haben oder selbst Ideen einbringen möchten, melden Sie sich bei den Mitarbeiter*innen – Sie stoßen auf ein offenes Ohr! Jetzt zeigt sich einmal mehr, dass das besondere Angebot einer lokalen Wirtschaftsförderung mehr als Sinn macht.“

  • Alle Informationen zur Corona-Krise finden sich in regelmäßiger Aktualisierung auf der Homepage der Entwicklungsgesellschaft Lorsch: https://www.eglorsch.de/

  • Kontaktdaten: Entwicklungsgesellschaft Lorsch mbH,
    Fon: 06251 58 478-0, E-Mail: nfglrschd
  • Pressestelle der Stadt Lorsch im Kultur- und Tourismusamt,
    Fon 0 62 51/59 67-5 01, KULTrlrschd

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