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Lorsch ins hessische Förderprogramm „Aktive Kernbereiche“ aufgenommen

Die Stadt Lorsch bekommt beim Bemühen um die Modernisierung ihres Stadtzentrums in den nächsten Jahren Unterstützung durch das Land Hessen. Stadtentwicklungsministerin Priska Hinz übergab am 5.September Bürgermeister Christian Schönung im Frankfurter Haus am Dom den Aufnahmebescheid in das Förderprogramm „Aktive Kernbereiche in Hessen“. Dies ermöglicht den Lorschern, entscheidende Impulse für die Innenstadt zu setzen. Für wegweisende Projekte wird ein Zuschuss von ca. 60% erwartet. Der Antrag, den die Stadtverwaltung und die Entwicklungsgesellschaft Lorsch (EGL) gemeinsam erarbeitet und im Umweltministerium vorgestellt hatten, war durch die Stadtverordnetenversammlung einstimmig beschlossen worden und fand schließlich auch Zustimmung bei der Landesbehörde.

Der Stadtkern soll als Standort für Wirtschaft, Wohnen, Kultur und Freizeit erhalten und aufgewertet werden. Förderfähig sind die Verbesserung des Wohnraum-Angebotes und der öffentlichen Flächen sowie die Sanierung oder der Neubau von Gemeinbedarfseinrichtungen und stadtbildprägenden Gebäuden. Auch Klimaschutz, Barrierefreiheit und die Modernisierung privater Immobilien sind Bestandteile des Programms.

Als Schlüsselprojekte wurden die Sanierung der Nibelungenhalle, die Modernisierung der katholischen Bücherei und die Neugestaltung von Plätzen, zum Beispiel rund um das Alte Rathaus oder die Piazetta in den Antrag geschrieben. Hinzu kommen die Sicherung des Lebensmittel-Angebotes und der ärztlichen Versorgung, der Umbau und die Erweiterung des St. Nazarius-Kindergartens und der Neubau des evangelischen Gemeindehauses. Insgesamt wurden bis 2027 Ausgaben von ca. 12,5 Mio. Euro kalkuliert. Werden alle Maßnahmen umgesetzt, winkt der Stadt ein Zuschuss bis zu 7,5 Mio. Euro.

Bürgermeister Christian Schönung zeigt sich von der Aufnahme in das Förderprogramm begeistert: „Mit der Unterstützung des Landes Hessen können wir in den nächsten Jahren wichtige Projekte in unserer Innenstadt umsetzen. Sowohl die städtischen Einrichtungen als auch die privaten Immobilien können modernisiert werden. Wir alle, Stadt und Bürgerinnen und Bürger, werden von der Förderung erheblich profitieren. Es bietet sich uns jetzt die große Chance, die Innenstadt umfassend neu zu denken und für die Zukunft attraktiv und lebenswert zu gestalten.“ Matthias Herbener, Geschäftsführer der EGL, verknüpft mit der Aufnahme ins Förderprogramm neben der Chance auch den Aufruf an die Akteure des Stadtkerns: „Alle, denen die Innenstadt am Herzen liegt, sollen an einen Tisch. Wir müssen aktiv Ideen und neue Projekte entwickeln, die unser Stadtzentrum fit für die kommenden Jahrzehnte machen!“

Nun gilt es, die ersten Schritte ins Förderprogramm einzuleiten. Zunächst werden Verwaltung und Politik mit den Bürgerinnen und Bürgern ein sogenanntes „Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept“ (kurz „ISEK“) erarbeiten, das Ziele und konkrete Maßnahmen für das Fördergebiet festschreibt. Die Projektliste kann dabei noch ergänzt und nach Wichtigkeit und Umsetzbarkeit priorisiert werden. Danach wird das ISEK von den Stadtverordneten beschlossen. Auch ist eine „Lokale Partnerschaft“, die sich aus örtlichen Akteuren zusammensetzt, aufzubauen. Diese koordiniert die unterschiedlichen Interessen und unterstützt die Eigeninitiative der Privaten. Im Anschluss können jährlich Maßnahmen zur Förderung eingereicht und umgesetzt werden.

Fördergebiet: vom Kaiser-Wilhelm-Platz über den Marktplatz bis zur Bahnhofstraße (mit Ausläufern)

Beantragte Ausgabensumme: 12,5 Mio. €, davon 7,5 Mio. € Landeszuschuss.

Schlüsselprojekte: Sanierung der Nibelungenhalle, Modernisierung der katholischen Bücherei, Neugestaltung öffentlicher Plätze, Sicherung des Lebensmittel-Angebotes und der ärztlichen Versorgung, Umbau und Erweiterung des St. Nazarius-Kindergartens, Neubau des evangelischen Gemeindehauses

Umsetzungs-Zeitraum: bis 2027

MdL Alexander Bauer, Timo Cyriax (Stadtmarketing EGL), Stadtentwicklungsministerin Priska Hinz, Bürgermeister Christian Schönung, Claudia Greif-Reusch (zuständige Mitarbeiterin des Bau- und Umweltamtes), Matthias Herbener (Geschäftsführer der EGL); Foto: Boris Borm 
MdL Alexander Bauer, Timo Cyriax (Stadtmarketing EGL), Stadtentwicklungsministerin Priska Hinz, Bürgermeister Christian Schönung, Claudia Greif-Reusch (zuständige Mitarbeiterin des Bau- und Umweltamtes), Matthias Herbener (Geschäftsführer der EGL); Foto: Boris Borm