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Der furchtlose Virtuose

Der Pianist Emanuele Delucchi im Rathauskonzert

Er ist grade mal 30 Jahre geworden und die Kritik beschreibt ihn als „eine Entdeckung, einen richtigen Tastenlöwe“: Emanuele Delucchi. Der Pianist „mit einer bemerkenswerten interpretativen und ausgezeichneten technischen Fähigkeit stammt aus Genua und kann auf eine Reihe erster Preise bei renommierten internationalen Wettbewerben verweisen. Sein Vortrag am 22. April im Nibelungensaal wird, soviel kann angenommen werden, der Reihe der Lorscher Rathauskonzerte ganz gewiss einmal mehr ein Ausnahmedarbietung bescheren, wie man sie in derart kleinen Spielorten eigentlich nicht erwarten würde.

Das ist keine Seltenheit bei dieser Konzertreihe. Denn sie profitiert immer wieder davon, dass deren künstlerische Leiter – Thomas Adelberger, Christoph Schöpsdau und dieses Mal wieder Martin Münch – über ausgezeichnete Kontakte und zu immer wieder herausragenden Musikerinnen und Musikern verfügen. Wie in diesem Falle zu Emanuele Delucchi, der sein Studium am Conservatorio Niccolò Paganini di Genova mit Auszeichnung abschloss. Als Solist ist er in Italien, Deutschland und vor allem im  Mittelmeerraum in Erscheinung getreten. Jedoch erwarb er sich ebenso als Kammer- wie als Orchestermusiker einen hervorragenden Ruf unter Kollegen und beim Publikum. Delucchi reüssierte auch als Komponist, er unterrichtet an den Akademien in Genua und Mailand und er ist seit 2015 künstlerischer Leiter des Lyrischen Festivals van Varese Ligure. Etliche CD-Einspielungen runden den erfolgreichen Bogen ab.

Das klingt nach einem Vollblutmusiker und so ist es kein Wunder, dass er Martin Münch auch musikalisch verbunden ist. Denn der junge Italiener interpretiert auch dessen Stücke. In Lorsch wird das Publikum am 22. April u.a. drei Stücke von Münch hören können. Delucchi stellt ihn in eine Reihe mit den ganz Großen: Beethovens „Hammerklaviersonate“ wird ebenso erklingen wie etwa Chopins Mazurka Nr. 2.

Den Programmauftakt bilden jedoch drei Kompositionen des letzten Jahrhunderts. Delucchi beginnt mit einem Stück des Tschechen Leos Janácek (+1928), der als „großer Neuere des 20. Jahrhunderts“ gilt. Er ließ seine Studien zu Volksliedern und Sprache seiner Heimat in seine Kompositionen einfließen. Als „der „Erste, der nach Franz Liszt der Klavierliteratur wirklich Bedeutendes beigefügt habe“, wurde der polnisch-amerikanische Pianist und Komponist Leopold Godowsky gerühmt, von dem im Anschluss sechs Studien über Chopin-Etüden erklingen werden. Schließlich kommt von Enrique Granados die Goyesca Nr. 4 zu Gehör – Granados gilt als einer der beiden bedeutendsten spanischen Komponisten der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. In den zweiten Teil des Abend wird Emanuele Delucchi schließlich auch eine eigene Klaviertranskription alter italiensicher Musik einflechten.

Ein Abend also, der sich im Schwerpunkt der Klaviermusik des 20. Jahrhunderts widmet. Wer Münch und seine Künstlerfreunde kennt weiß jedoch, dass damit wohl impressionistische Klangmalereien wie expressiver Ausdruck gemeint sind, die Kompositionen jedoch stets der Tonalität und Harmonie verbunden bleiben. Ein Konzert, das gemäß der Jahreszeit Aufbruch, Öffnung und Neues verspricht und gleichzeitig temperamentvollen Genuss beim Hören.

Lorscher Rathauskonzerte „3 von hier für uns: Adelberger, Münch, Schöpsdau“ 2018. Immer sonntags, 18 Uhr, im Nibelungensaal des Alten Rathauses Lorsch; Eintritt 10 Euro, Karten an der Abendkasse.

Die weiteren Termine:

30.09.
„Sopranissimo“
Die hohe Kunst der hohen Töne – Ein Streifzug durch die Welt der Frauenstimmen
Tina Braun, Sopran
Carolin Samelis-Overmann, Sopran

Thomas Adelberger, Flügel
Es lädt ein: Thomas Adel-berger

21.10.
"Tribute to Chet Baker"
Steffen Mathes und Christoph Schöpsdau, Flügel

Es lädt ein: Christoph Schöps-dau

04.11.
"MünCHopiN"
Chopin Scherzo & Sonate b-moll sowie Werke von M. Münch
Ludwig Balser, Flügel
Es lädt ein: Martin Münch