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Transparenz gewinnt

Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte im Kreis Bergstraße laden zur Filmvorführung im Rahmen des Equal Pay Day in den Bensheimer Luxor – Filmpalast ein – 2 Euro Rabatt für Frauen

„Transparenz spielt bei der der Schließung der aktuellen Lohnlücke von 21 Prozent eine zentrale Rolle“ sind sich die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Bergstraße einig. „Denn nur wer weiß, was die Kolleginnen und Kollegen in vergleichbarer Position verdienen, kann beurteilen, ob das eigene Gehalt Grund zur Zufriedenheit oder Anlass zu Nachverhandlungen ist.“ Und um auf den internationalen Equal Pay Day aufmerksam zu machen, laden diese alle Interessierten zur traditionellen Filmvorführung am 18. März (Sonntag) um 15.30 Uhr in den Bensheimer Luxor Filmpalast ein. Filmbeginn ist um 16 Uhr. Als kleines Vorprogramm erwartet das Publikum ein thematisches Warm-Up durch Künstlerin Ludmilla Heilig.

Gezeigt wird der Film „Die göttliche Ordnung“, der sich mit dem Wahlrecht der Frauen in der Schweiz beschäftigt. Der Film spielt im Jahr 1971: Nora ist eine junge Hausfrau und Mutter, die mit ihrem Mann, den zwei Söhnen und dem missmutigen Schwiegervater in einem beschaulichen Dorf im Appenzell lebt. Hier ist wenig von den gesellschaftlichen Umwälzungen der 68er-Bewegung zu spüren.

Die Dorf- und Familienordnung gerät jedoch gehörig ins Wanken, als Nora beginnt, sich für das Frauenwahlrecht einzusetzen, über dessen Einführung die Männer abstimmen sollen. Von ihren politischen Ambitionen werden auch die anderen Frauen angesteckt und proben gemeinsam den Aufstand. Beherzt kämpfen die züchtigen Dorfdamen bald nicht nur für ihre gesellschaftliche Gleichberechtigung, sondern auch gegen eine verstaubte Sexualmoral. Doch in der aufgeladenen Stimmung drohen Noras Familie und die ganze Gemeinschaft zu zerbrechen.

Der Vorverkauf ist im Luxor-Filmpalast Bensheim, Berliner Ring 26. Der Eintritt beträgt acht Euro inklusive einem Glas Sekt. Frauen zahlen jedoch nur sechs Euro Eintritt. „Damit wollen wir den Frauen einen Rabatt von zwei Euro gewähren, was gerundet in etwa den 21 Prozent Lohnunterschied entspricht“, so die Veranstalterinnen.

Denn der Equal Pay Day markiert symbolisch den geschlechtsspezifischen Entgeltunterschied, der laut Statistischem Bundesamt aktuell 21 Prozent in Deutschland beträgt. Umgerechnet ergeben sich daraus 77 Tage (21 % von 365 Tagen) und das Datum des EPD am 18. März 2018. 

Angenommen Männer und Frauen bekämen den gleichen Stundenlohn: Dann stünde der Equal Pay Day am 18. März 2018 für den Tag, bis zu dem Frauen umsonst arbeiten müssten, während Männer schon seit dem 1. Januar für ihre Arbeit bezahlt werden.

In diesem Jahr lautet deshalb das Schwerpunktthema „Transparenz gewinnt“. Denn noch immer gibt es von Beschäftigten wie Arbeitsgebenden Vorbehalte gegen transparente Gehaltsstrukturen. Dabei zeigen die Erfahrungen in anderen Ländern, dass transparente Einkommensstrukturen positive Auswirkungen haben. Transparenz schafft Vertrauen und eine Basis für Gehaltsverhandlungen auf Augenhöhe.

Hintergrund:

Entstanden ist der Tag für gleiche Bezahlung in den USA. Die amerikanischen „Business and Professional Women“ (BPW) schufen 1988 mit der Red Purse Cam-paign ein Sinnbild für die roten Zahlen in den Geld-börsen der Frauen.

Das Frauennetzwerk Business an Professional Women (BPW) initiierte 2008 erstmals den Equal Pay Day in Deutschland. Die Bundesar-beitsgemeinschaft der kom-munalen Frauenbüros und Gleichstellungsstellen (BAG), die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberver-bände (BDA), der Deutsche Frauenrat (DF) und der Ver-band deutscher Unter-nehmerinnen (VdU) zählen zum nationalen Aktions-bündnis.

Weitere Informationen unter: www.equalpayday.de