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„Die mörderische Welt der Ingrid Noll“

8. Europäisches Filmfestival der Generationen am 11.10.2017 in Lorsch

Die Lebenserwartung der Menschen ist in den letzten hundert Jahren um dreißig Jahre gestiegen. Geschenkte Lebenszeit also, für die man dankbar ist. Trotzdem ist es für viele nicht einfach, die Jahre des Alterns zu genießen, zu schätzen und zu füllen. Denn das Alter stellt Ansprüche oder wie „Blacky“ Fuchsberger es ausdrückte: „Altwerden ist nichts für Feiglinge“. Dass die Menschen älter werden stellt jedoch auch Anforderungen an die Gesellschaft im Allgemeinen, die mit diesem Fortschritt an vielen Stellen nur stolpernd Schritt hält.

Die Bewältigung, die Probleme und die Überraschungen die das letzte Lebensdrittel für uns alle bereit hält, stehen im Zentrum des Europäischen Filmfestivals der Generationen, das 2017 vom 10. bis zum 26. Oktober zum achten Mal stattfindet. Auch Lorsch ist unter den mittlerweile 70 Kommunen in Deutschland, die sich beteiligen. Treibende Kraft ist dabei der Kreisseniorenbeirat, dessen Lorscher Mitglied Dirk Römer eine der Festival-Vorführungen zum zweiten Mal ins Lorscher Johanniterhaus holt. Am 11. Oktober um 19 Uhr ist es soweit. Dabei gilt: „Das Festivalprogramm sieht vor, internationale Spielfilme und Dokumentationen über das Älterwerden und den demografischen Wandel zu zeigen.“

Und so hat man sich in diesem Jahr in Lorsch für das Portrait einer Frau entschieden, die man auf Neudeutsch als Role Modell bezeichnen würde, oder – etwas altmodischer - als leuchtendes Beispiel für die Zielgruppe des Filmfestivals. „Die mörderische Welt der Ingrid Noll“ zeigt ein Portrait der heute 80-jährigen Grand Dame des deutschen Krimis. Damit dokumentiert die Filmemacherin Sigrid Abel die spannende Wende, die das Leben der damals 55-Jährigen nahm. Zu diesem Zeitpunkt nämlich entschloss sich Ingrid Noll, einen Krimi zu schreiben. Schon ihr zweites Buch („Der Hahn ist tot“) wurde ein Bestseller. So wurde aus der Hausfrau im benachbarten Weinheim am Übertritt zu einem Lebensabschnitt, der vielen als „Anfang des Endes“ gilt, ein fulminanter Neustart von mittlerweile internationalem Ausmaß. Nicht, dass das Leben der agilen Seniorin keine Beschwernisse enthielt. „Aber“, so ihr Motto, „das Alter ist mit vielen Molesten verbunden. Doch die Alternative gefällt mir auch nicht.“

Im Anschluss an die Filmvorführung (45 Minuten) gibt es ein Gespräch mit der Regisseurin Sigrid Abel. Damit entspricht die Veranstaltung zum einen dem Konzept des Festivals, das „ein differenziertes Altersbild“ zeichnen möchte. Zweitens jedoch hat das Format den Anspruch, zum Dialog mit dem Publikum aufzufordern. Die Einladung zum kostenlosen Besuch der Veranstaltung über das „Älterwerden für Jung & Alt“ ergeht im Übrigen an alle Generationen.

„Die mörderische Welt der Ingrid Noll. Ein Porträt der Grand Dame des deutschen Krimis“. Ein Dokumentarfilm von Sigrid Abel und eine anschließende Diskussion mit dem Publikum im Rahmen des 8. Europäischen Filmfestivals der Generationen. Die Regisseurin ist anwesend. Am 11. Oktober um 19 Uhr im Johanniter-Haus, Mannheimer Straße 36 – 38, 64653 Lorsch. Der Eintritt ist kostenlos.