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Erotik in Reimen…?

Leseschwarm schwärmt am 16. August für die Sinnlichkeit

Nachdem es beim Leseschwarm zuletzt „tierisch“ zuging und davor „kurios“, wird es nun – passend zum Hochsommer: erotisch. Das heißt, dass der Auswahl der von den sechs bewährten Lyrikfreunden zusammengestellten Gedichten am 16. August um 19 Uhr das Thema der körperlichen Anziehung zugrunde liegt, der Spannung zwischen den Geschlechtern, der Leidenschaften, der Faszination und des Sehnens nach dem anderen.

Ist es ein Zufall, dass das aus dem Französischen „érotique“ abgeleitete Wort zunächst ausschließlich zur Bezeichnung eben erotischer Dichtung verwendet wurde? Erst danach (im frühen 19. Jahrhundert) nutzte man es auch allgemein als Umschreibung der Sinnlichkeit, besser: der sinnlichen Liebe, ihrer Darstellung und Spielarten. Gegenstand oder Sinnbild der Erotik kann jedoch – wie die Gedichte zeigen – vieles sein: „Deiner Stimme trüber Klang“ etwa (M. Bern), das Haar der Geliebten, das „wie zu einem Heiligenschein zerwühlt“ ist (W. Borchert) oder „deine Hände – eine zärtliche Brise“ (H. Domin). Selbstverständlich kleidet so mancher Dichter sein Sehnen in vergnügliche Bilder, wie etwa Erich Kästner bei seinem  „Nachtgesang eines Kammervirtuosen“. Doch wird ebenso das „Hohe Lied der Liebe“ gesungen oder auch eine Ballade von Novalis vorgetragen, in der am Ende der Verführer nicht mehr so recht etwas von seinem Tun wissen möchte.

Alice Schnitzer, Renate Heidler, Heidrun Scheyhing, Walter Wolfgarten und Ursula und Elmar Ullrich werden auch bei dem Thema Erotik die gesamte Skala des poetischen Ausdrucks zum Klingen bringen. Von der romantischen Versponnenheit eines Rainer Maria Rilke bis zum kargen Existenzialismus eines Bert Brecht, vom herben Sehnen eines Jacques Prévert bis zum mittelalterlichen Minnelied des Oskar von Wolkenstein. Und dazwischen die traumverlorenen Wortbildnisse einer Else-Lasker Schüler, die lebenstrunkenen Verse von Ulla Hahn oder etwa das unumwundene „Signal“ Mascha Kalekos.

Als Ort für die Lesung der erotischen Gedichte unter dem Titel „Was mich zu dir so heftig zog“, wurde die Wiese unterhalb der Klostermauer ausgesucht (Nibelungenstraße/Ecke Klosterstraße auf dem nördlichen Karolingerplatz). Darauf – so wird angekündigt - soll ein roter Diwan stehen. Was es jedoch in der Pause zu essen gibt (wie immer wohl etwas thematisch Passendes), wurde noch nicht verraten. Bei Regen findet die Veranstaltung im Paul Schnitzer-Saal statt. Der Eintritt ist wie stets frei.

Der Leseschwarm findet immer mittwochs statt und beginnt stets um 19 Uhr. Bei Regen findet die Veranstaltung am 16. August im Paul Schnitzer-Saal statt. Die Veranstaltung kostet keinen Eintritt und dauert zweimal eine halbe Stunde. In der Pause werden die Gäste bewirtet. Der Eintritt ist frei.

  • 16. August „Was mich zu dir so heftig zog“ - Erotische Gedichte; Klosterwiese (Nibelungenstraße/Ecke Klosterstraße)

  • 15. Oktober „Hör es klagt die Flöte wieder“ - Lyrische Gedichte und poetische Musik; Altes Rathaus (Marktplatz 1)
Leseschwarm schwärmt am 16. August für die Sinnlichkeit