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Bürgerinformation
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Kultur und Tourismus

 

Lorscher Stadtleben

Heute zählt Lorsch gut 13 000 Einwohner – Tendenz: steigend! Der quirlige Fachwerkkern mit dem UNESCO-Welterbe als Herzstück ist gastronomisch hervorragend gerüstet. Und während andere Städte über Leerstände klagen, haben sich in Lorsch neue Geschäfte angesiedelt. Die Innenstadt wird von zahlreichen kulturellen Veranstaltungen und Initiativen belebt. Und mit dem Theater Sapperlot ist in Lorsch eine weit über die Metropolregion hinaus bekannte Kleinkunstoase zuhause – wunderbar! 

Lorsch liegt an der Bergstraße, ist mit der Silhouette des Odenwaldes gekrönt und bildet den Schnittpunkt zweier Metropolregionen, Rhein-Neckar und Rhein-Main. Die Stadt profitiert von ihrer hervorragenden logistischen Lage und Anbindung – das wussten offensichtlich schon die karolingischen Klostergründer! Und egal ob Gast, Neubürger oder Gewerbebetrieb, der nach Lorsch kommt: Man profitiert sowohl von der Effizienz eines modernen Mittelzentrums als auch davon, dass sich Lorsch den liebenswerten Charme eines Dorfes zu bewahren wusste. – Kleine Stadt mit großem Erbe – dem wollen wir gerecht werden, besonders was Kultur und Tourismus betrifft.

Kompakte Informationen zum Herunterladen:
Der neue Flyer der Stadt Lorsch

Einblicke - Kommen Sie näher!

 

Geschichte

Lorsch - das ist Geschichte auf Schritt und Tritt: Hier ist zu spüren, was vor mehr als tausend Jahren lebendig war.

Eng verbunden ist die Geschichte Lorschs natürlich mit der Entwicklung des Klosters: Fast ein halbes Jahrtausend lang war das Reichskloster Lorsch ein religiöses, kulturelles, wirtschaftliches und machtpolitisches Zentrum. Zum Kloster und Wallfahrtsort zogen Kaiser und Könige, Erzbischöfe und Fürsten. Ungezählte Male gab es hier "Gipfeltreffen auf höchster Ebene", mit allem Prunk und aller Pracht, die das frühe Mittelalter aufzubieten hatte.

Geschichtlicher Überblick:

764 Während der Regierungszeit König Pippins gründeten der fränkische Gaugraf Kankor und seine Mutter Williswinda die Abtei Lorsch. Erzbischof Chrodegang von Metz besiedelte sie mit Benediktinern aus dem Kloster Gorze bei Metz.
772 Lorsch wird Reichskloster, erhält die Reichsunmittelbarkeit und das Recht der freien Abtwahl.
774 Die neue Klosterkirche wird durch Erzbischoff Lullus von Mainz in Anwesenheit Karls des Großen geweiht. In der Folgezeit bringen umfangreiche Schenkungen dem Kloster großen Besitz. Nach kurzer Zeit erstreckte er sich von den Niederlanden bis in die Schweiz: Mehr als 3.800 Stiftungen nennen der "Codex Laureshamensis", die Chronik und das Urkundenbuch der Abtei.
876 Die deutschen Karolinger bestimmen Lorsch zu ihrer letzten Ruhestätte: Ludwig der Deutsche, sein Sohn Ludwig der Jüngere, dessen Sohn Hugo und Kunigunde, die Gemahlin Konrads I. wurden hier begraben. In Lorsch lebte und starb wohl auch der Bayernherzog Tassilo, der Schwager Karls des Grossen, nach seiner Absetzung.
1067 König Heinrich IV. verleiht der Abtei das Münz- und Marktrecht. Auch Wissenschaft und Kunst werden in der mittelalterlichen Abtei Lorsch gepflegt. Das Kloster besitzt eine der größten Bibliotheken des frühen Mittelalters mit vielen kostbaren Handschriften. Die noch erhaltenen wertvollen Codices befinden sich heute in verschiedenen Bibliotheken Europas, vor allem in der Vatikanischen Bibliothek in Rom.
1232 Lorsch verliert seine Selbständigkeit und kommt nach Kurmainz. Das Kloster wird kurzfristig mit Zisterziensern besetzt und dann in ein Prämonstratenser Chorherrenstift umgewandelt. Allmählich beginnt der Niedergang des Klosters.
1461 Kurmainz verpfändet in der Mainzer Stiftsfehde Lorsch mit der Bergstrasse an die Kurpfalz.
1621 Die Gebäude werden bis auf wenige Reste zerstört und abgetragen.
1803 Lorsch wird hessisch.
1927 Erste Ausgrabungen im Hauptkloster und den Filialklöstern Altenmünster und am Seehof durch den Archäologen und späteren Ehrenbürger Lorschs Friedrich Behn: Karolingische und gotische Malereien werden freigelegt.
1958 Neugestaltung der Anlage.
1964 1200 Jahrfeier: Lorsch erhält die Stadtrechte.
1991 Das Kloster Lorsch wird UNESCO-Weltkulturerbe.
2014 Lorsch wird 1250 Jahre.
Die Königshalle 1933
Kanzler Adenauer am Kloster
 

Ehrenbürger

Schon seit 1844 zeichnet Lorsch verdienstvolle Menschen mit der Ehrenbürgerwürde aus. Bislang handelt es sich um sieben Männer, die sich um Lorsch und/oder das Weltkulturerbe besonders bemühten.

 

Dr. Ekkehard Lommel

Geb. am 14.12.1913 in Weilburg an der Lahn

verstorben am 01.10.2006

Beisetzung auf dem Bergfriedhof Bensheim-Auerbach


Aufgrund seiner Verdienste um das Kulturerbe Königshalle und das ehemalige Kloster Lorsch wurde Dr. Lommel am 25.01.2001 die Ehrenbürgerwürde verliehen.

Weitere Informationen: Ehrenbürger Dr. Ekkehard Lommel 

 

Paul Schnitzer

Geb. am 05.11.1934 in Lorsch

verstorben am 21.09.1995

Beisetzung auf dem Lorscher Friedhof

 

Durch seinen unermüdlichen Einsatz trug er maßgeblich zur Gründung des Museumszentrums bei.

Die Verleihung des Ehrenbürgerrechts der Stadt Lorsch erfolgte posthum in einer Festsitzung der Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag, dem 25.01.2001 im Paul-Schnitzer-Saal des Museumszentrums.

Sein vorbildliches ehrenamtliches Wirken wurde mit der Verleihung der Friedrich-Behn-Medaille und der Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland anerkannt.  

Weitere Informationen: Ehrenbürger Paul Schnitzer

 

Karl Josef Minst

Geb. am 26.4.1898 in Triesen/Liechtenstein

verstorben am 10.6.1984

Beisetzung auf dem Lorscher Friedhof


Die Verleihung der Ehrenbürgerrechte erfolgte 1972 für seine Verdienste um die Schriften des Klosters. 1972 war er mit der Übersetzung des Codex Laureshamensis aus der lateinischen Ursprache in die deutsche Sprache beschäftigt.

Weitere Informationen: Ehrenbürger Karl Josef Minst


 

Albert Ohlmeyer

Geb. am 31.10.1905 in Münster/Westfalen

verstorben am 5.12.1998


Abt Ohlmeyer wurde 1965 wegen der Verdienste um die Pflege der Verbindung zwischen Lorsch und Neuburg, des letzten noch bestehenden Tochterklosters der Reichsabtei Lorsch durch die Gemeindevertretung zum Ehrenbürger ernannt.

Weitere Informationen: Ehrenbürger Albert Ohlmeyer

 

Friedrich Behn

Geb. am 14.2.1883 in Neustrelitz/Mecklenburg

verstorben am 20.8.1970 in Mainz

Beisetzung in Goslar

 

Aufgrund seiner Verdienste bei Klosterausgrabungen und seiner engen Verbundenheit mit der Stadt Lorsch wurde er 1965 zum Ehrenbürger ernannt.
Im Jahre 1983, aus Anlass seines 100. Geburtstages, hat die Stadt Lorsch den nach ihm benannten Kulturpreis geschaffen.

Weitere Informationen: Ehrenbürger Friedrich Behn

 

Heinrich Johannes Heinstadt

Geb. am 19.8.1872 in Oppershofen/Oberhessen

verstorben am 8.4. 1956

Beisetzung auf dem Lorscher Friedhof


1946 verlieh ihm die Gemeindevertretung die Ehrenbürgerwürde aufgrund seiner Verdienste für die Stadt Lorsch und seinen Widerstand gegen das Nazi-Regime.

Weitere Informationen: Ehrenbürger Heinrich Johannes Heinstadt

 

Friedrich Wilhelm Freiherr von Dörnberg

Geb. am 5.7.1781 in Mansfeld

verstorben am 21.1.1877 in Darmstadt

 

1844 verlieh ihm der Gemeinderat zum Dank für die Errungenschaften seiner Arbeit als Forstmeister die Lorscher Ehrenbürgerwürde.

Weitere Informationen: Friedrich Wilhelm Freiherr von Dörnberg

 

Ehrenringträger

Als Zeichen der gemeinschaftlichen und besonderen Anerkennung der Stadt Lorsch, kann ein Ehrenring an Bürgerinnen und Bürger verliehen werden. Das ist seit 2001 fünf Mal geschehen.

 

Claude Abraham

Als besondere Geste der Versöhnung einerseits und der Würdigung des Lebenswerkes andererseits hat die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Lorsch beschlossen, dem ehemaligen jüdischen Einwohner Claude Abraham den Ehrenring der Stadt Lorsch zu überreichen.

Weitere Informationen: Ehrenringträger Claude Abraham

 

Peter Wahlig

Peter Wahlig engagierte sich 55 Jahre für die katholische öffentliche Bücherei: Im Jahr 1948 übernahm er im Alter von nur 19 Jahren die Leitung und bis 2003 hat er unermüdlich für die Lesefreunde in Lorsch geackert. Für diese 55-jährige erfolgreiche Arbeit für die Bücherei dankten ihm die Lorscher mit der höchsten Auszeichnung, die sie zu vergeben haben: Peter Wahlig wurde der Ehrenring der Stadt verliehen.

Weitere Informationen: Ehrenringträger Peter Wahlig

 

Hans Ludwig

Hans Ludwig wurde für seinen jahrzehntelangen Einsatz für den Natur- und Vogelschutz in Lorsch, aber auch auf Landes- und Bundesebene mit dem dritten Ehrenring der Stadt Lorsch ausgezeichnet.

Weitere Informationen: Ehrenringträger Hans Ludwig

 

Friedel Emig und Friedel Rühl

Für Ihren besonderen Einsatz für die Lorscher Feuerwehr wurden Friedel Emig und Friedel Rühl im Oktober 2010 mit dem Ehrenring der Stadt Lorsch ausgezeichnet.

Weitere Informationen: Ehrenringträger Friedel Emig und Friedel Rühl
 

Ehrenring der Stadt Lorsch