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Kultur und Tourismus

 

Freunde in Europa

Eine Lehre und Erkenntnis aus zwei furchtbaren Kriegen war sicherlich, dass die Völker untereinander möglichst viele persönliche Freundschaften pflegen sollten. Sich kennen und verstehen lernen und im besten Falle freundschaftliche Bande zu knüpfen, sich als ein gemeinschaftliches Europa zu begreifen, ist das Ziel. 

Seit 1967 pflegt Lorsch freundschaftliche Beziehungen zu anderen Städten in Europa. Die erste Partnerstadt war das französische Le Coteau, danach folgte Zwevegem in Belgien (1973). Mit beiden Gemeinden wurden Verschwisterungsurkunden unterschrieben. Ein Partnerschaftsverein nimmt sich des Themas der Städtefreundschaften seit Jahren mit großem Engagement an.

Patenschaft hingegen bestehen seit 1970 mit dem tschechischen Gibau und mit Thal, zum Zeitpunkt der Unterzeichnung noch auf DDR-Gebiet gelegen.

Le Coteau

Zunächst führten die Überlegungen zu einer Stadt an der bretonischen Kanalküste. In Anbetracht dessen, dass diese Stadt fast 900 Kilometer von Lorsch entfernt liegt, haben die Verantwortlichen von Lorsch den Gedanken, eine Städtepartnerschaft einzugehen, wieder fallen gelassen.

Durch den "Rat der Gemeinden Europas" kam dann die Stadt Le Coteau an der Loire ins Gespräch. Bis zu diesem Zeitpunkt waren allerdings schon wieder drei Jahre vergangen. Danach ging es jedoch Schlag auf Schlag. Im Sommer 1966 fuhren Bürgermeister Georg Werner, die Stadträte Heinrich Keck und Ludwig Angert sowie Stadtverordnetenvorsteher Heinrich Schuller erstmals in die Stadt an der Loire, um sich ein Bild von Land und Leuten zu machen. Die Lorscher Delegation fuhr mit positiven Eindrücken zurück. Offenbar fanden auch die Gastgeber ihre Gäste sympathisch, denn im August des gleichen Jahres stattete Georges Copier, Mitglied des Festkomitees von Le Coteau, den Lorschern einen Besuch ab. Er bereitete die Visite einer Delegation aus Le Coteau vor, die dann kurze Zeit später unter der Leitung von Bürgermeister Charles Galett in Lorsch weilte. Den offiziellen Verschwisterungsbeschluss fasste die Lorscher Stadtverordnetenversammlung am 30. November 1966.

Im Rahmen eines Festaktes unterzeichneten die Bürgermeister Charles Galett und Georg Werner am 25. Juni 1967 die Verschwisterungsurkunde in der Nibelungenhalle. Beide Bürgermeister leben heute nicht mehr. Bei ihren Nachfolgern Ludwig Brunnengräber und Lucien Burdin hatte die Städtepartnerschaft ebenfalls einen hohen Stellenwert. Im gleichen Maße gilt dies auch für die jetzigen Bürgermeister Christian Schönung und Paul Fernier.
Wichtig ist, dass der Gedanke der Städtepartnerschaft von der jeweiligen Bevölkerung positiv aufgenommen wird. Dass dies in beiden Städten der Fall ist, wird an allen Freundschaften, die bei vielen Menschen in beiden Städten im Laufe der Zeit gewachsen sind, sehr deutlich.
An diesem positiven Entwicklungsprozess sind die Vereine in Lorsch und Le Coteau nicht unmaßgeblich beteiligt. Im Sinne eines lebendigen und friedlichen Europas sind die Städtepartnerschaften nach wie vor unverzichtbar.

Wer französisch kann, sollte auch unbedingt mal auf der Website von Le Coteau vorbeischauen: www.mairie-lecoteau.fr

Bereits im Jahre 1988 konnten die Städte Le Coteau und Lorsch das 25-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft begehen. Die Aufzeichnungen in den Archiven der Stadt Lorsch gehen zurück bis in den Sommer des Jahres 1963, als die damalige Gemeindevertretung von Lorsch (Stadtrechte gab es erst zur 1200-Jahrfeier im Jahre 1964) den Gemeindevorstand unter der Führung des damaligen Bürgermeisters Georg Werner beauftragte, eine französische Partnerstadt zu suchen.

Zwevegem

Wenn man eine Chonik der Städteverschwisterung Lorsch-Zwevegem schreibt, dann ist unweigerlich die französische Partnerstadt Le Coteau gedanklich mit einzubeziehen. Als Pate für diese Partnerschaftsidee fungierte Zwevegems ehemaliger Bürgermeister und Konzernchef Baron Antoon Bekaert. Er hatte nämlich einen Zweigbetrieb in Le Coteau. Und was lag da näher, als mit dieser Stadt eine belgisch-französische Partnerschaft einzugehen. Als dann Le Coteau Freundschaftsbande mit Lorsch knüpfte, da dauerte es nicht lange, bis in den Köpfen der führenden Politiker die Idee zu einem Dreierbündnis entstand und schließlich 1973 auch verwirklicht wurde.

"Männer der ersten Stunde" waren damals insbesondere Erster Stadtrat Heinrich Keck und der Leiter des Hauptamtes und späterer Bürgermeister Ludwig Brunnengräber, die ständig um gute Beziehungen zwischen beiden Städten bemüht waren. Auf der belgischen Seite waren es die Stadträte Joseph Vandevelde und Gilbert Soetens, die die Kontakte knüpften und dabei immer von Bürgermeister Baron Antoon Bekaert unterstützt wurden.

Bevor dann im Jahre 1973 der Freundschaftspakt offiziell besiegelt wurde und die Lorscher Politiker erstmals ins Land der Flamen reisten, hatten schon die Kapelle "Edelweiß" und die Fußballer des "SC Olympia" eine Fahrt in die neue Partnerstadt unternommen.

Die Menschen in dem kleinen Städtchen, nicht weit von Brüssel und in der Nähe der historischen Städte Gent und Brügge gelegen, sind sehr gastfreundlich. Hinzu kommt, dass die sprachliche Verständigung zwischen den Bewohnern von Zwevegem und Lorsch relativ unproblematisch ist.

So entwickelten sich im Laufe von mittlerweile über 27 Jahren intensive Beziehungen zwischen den Vereinen aus beiden Städten. Dies wurde auch dadurch gefördert, dass es in Zwevegem zahlreiche Vereine mit ähnlichen Interessen wie in Lorsch gibt.
So entstanden im Laufe der Jahre auch viele Freundschaften, die heute zum Teil schon über 20 Jahre Bestand haben. Offenkundig wird dies jeweils bei den verschiedensten Treffen, die auch im privaten Bereich gepflegt werden.
Bei dem letzten Partnerschaftstreffen Ende Juni/Anfang Juli 2000 in der französischen Partnerstadt Le Coteau, an dem auch die Freunde aus der belgischen Partnerstadt Zwevegem beteiligt waren, wurde natürlich auch über die Belebung der Städtepartnerschaft im Rahmen des Dreierbündnisses gesprochen.
Dabei wurde vereinbart, dass insbesondere neue Kontakte von Vereinen und Privatpersonen die Städtepartnerschaft beleben sollen.

Wer flämisch kann, sollte auch unbedingt bei der sehr informativen Website von Zwevegem vorbeischauen: http://www.zwevegem.be

Giebau

PATENSCHAFT zu den ehemaligen Bewohnern von GIEBAU, PETERSDORF, POHORSCH und WESKA.

Die besagten Ortschaften liegen in Mähren, in der heutigen Tschechischen Republik. Nach dem zweiten Weltkrieg wurden die deutschen Bewohner dieser Kommunen vertrieben. Ein Großteil der ehemaligen Bewohner des Städtchens Giebau fand in Lorsch eine neue Heimat. Im Laufe der Zeit wuchsen die Beziehungen zwischen den Giebauern und den Lorschern so positiv heran, dass die Stadtverordnetenversammlung am 26. Juni 1970 einstimmig beschloss, für die ehemaligen Bewohnen der in Rede stehenden mährischen Kommunen die Patenschaft zu übernehmen. Das 30-jährige Jubiläum dieser Patenschaft wurde im Rahmen des Giebauer Heimattreffens am 09. und 10. September 2000 in Lorsch gefeiert. Im Laufe der Zeit entwickelten sich viele freundschaftliche Beziehungen zwischen den Heimatvertriebenen und den Einheimischen.

Bei der Unterzeichnung der Patenschaftsurkunde wurde von der Patenstadt die Zusage gegeben, die Einrichtung einer "Giebauer Heimatstube" zu ermöglichen. Diese Zusage konnte im Rahmen des Giebauer Heimattreffens 1974 eingelöst werden. In der ehemaligen Karolingerschule stellte die Patenstadt nicht nur einen geeigneten Raum zur Verfügung, sondern der städtische Betriebshof hat den Saal auch ausgebaut. Somit konnten die Giebauer ihre Heimatstube einrichten, was sie mit viel Liebe zu ihrer alten Heimat und großem Einsatz taten.

Das Kernstück der "Giebauer Heimatstube" ist das Modell des ehemaligen Städtchens Giebau. Mittlerweile wurde die "Giebauer Heimatstube" erweitert, um die Präsentationsmöglichkeiten, insbesondere für die anderen drei Ortschaften, zu verbessern. Der Trakt des ehemaligen Schulgebäudes, in dem die Giebauer Heimatstube untergebracht ist, trägt zwischenzeitlich den Namen ,,Giebauer Haus". Aber nicht nur durch diese Geste dokumentiert die Patenstadt ihre besondere Verbundenheit zu den ehemaligen Bewohnern Giebaus und seinen Nachbarorten, sondern auch durch einen "Giebauer Weg" in dem Neubaugebiet "Kreuz- und Glockenwiese" sowie durch die Anbringung des Giebauer Wappens im Nibelungensaal des Alten Rathauses und in der Nibelungenhalle. Außerdem ist Giebau an dem Partnerschaftsbrunnen im Amtsgerichtsgarten hinter dem Stadthaus verewigt.

Über den Giebauer Heimatausschuß wurden Kontakte zu der heutigen Gemeinde Giebau und der ehemaligen Kreisstadt Sternberg aufgenommen. In diese Beziehung ist auch die Patenstadt Lorsch mit eingebunden worden. Im Laufe der Zeit haben sich diese Verbindungen so gut entwickelt, dass im Jahre 2000 zwischen den Kommunen Sternberg, Giebau und Lorsch sowie dem Giebauer Heimatausschuß ein Freundschaftsvertrag unterzeichnet werden konnte. Dieser Freundschaftsvertrag möge dazu beitragen, dass sich die Annäherung und Versöhnung der Menschen in der Tschechischen Republik und Deutschland weiter positiv entwickelt.

Dass Lorsch die Kontakte nach Giebau pflegen und weiter ausbauen möchte, zeigt auch der mit Sternberg geschlossene Freundschaftsvertrag. Sternberg ist Kreisstadt von Giebau.

Thal

Auf Empfehlung des Hessischen Städte- und Gemeindebundes hat sich die Stadt Lorsch wie auch andere Kommunen um eine Patenschaft zu einer Stadt oder Gemeinde in der ehemaligen DDR bemüht.

Nach eingehender Suche und Prüfung wurde der Kontakt zu der Gemeinde Thal aufgenommen.

Bei der Gemeinde Thal handelt es sich um einen anerkannten Luftkurort, in dem zum damaligen Zeitpunkt 2.320 Einwohner lebten. Aufgrund seiner zentralen Lage im Thüringer Wald hatte Thal schon immer einen regen Fremdenverkehr zu verzeichnen. Die etwa 260 Kilometer von Lorsch gelegene Gemeinde ist sehr gut über die Autobahn zu erreichen und verfügt mittlerweile über eine sehr gute Infrastruktur, zu der auch ein Schwimmbad gehört. Sehr gute Ausflugsmöglichkeiten bieten sich zum nahegelegenen "Großen Inselsberg", der höchsten Erhebung im Thüringer Wald. Die Wartburg in Eisenach ist in relativ kurzer Zeit von Thal zu erreichen. Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Gemeinde Thal im Jahre 1241. Reste eines ehemaligen Klosters sind heute noch erhalten. Insoweit ergeben sich Parallelen zu Lorsch.

Es war ein Hauptanliegen der damaligen Verantwortlichen der Gemeinde Thal, das Vereinsleben nach der Wende wieder zu aktivieren. Dieses Vorhaben wurde insbesondere durch die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr mitgetragen. In der Zwischenzeit haben sich sehr gute Beziehungen zwischen den beiden Wehren entwickelt, die durch rege Treffen in unregelmäßigen Abständen weiter gepflegt werden.

Nach relativ kurzer Zeit waren sich die Verantwortlichen beider Kommunen einig, eine Patenschaft einzugehen. Offiziell besiegelt wurde die Patenschaft in einer Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 02. September 1990 im Hotel "Thalfried", bei der auch die Patenschaftsurkunde unterzeichnet wurde.

In der Zwischenzeit haben sich die Beziehungen zu Thal auch auf der kommunalpolitischen Ebene sehr gut entwickelt.

Hierzu gehörte in den Anfangsjahren der Verbindung auch, dass die Stadt Lorsch als Patengemeinde ihren Freunden aus der thüringischen Gemeinde Thal immer wieder mit Rat und Tat zur Seite gestanden hat. Dies war auch bei dem Aufbau der Verwaltungsstruktur der Gemeinde Thal der Fall.

Die Begegnungen auf kommunalpolitischer und auf Vereinsebene sowie im privaten Bereich zeugen davon, dass die Patenschaft lebt und auch weiterhin Bestand haben soll. Dies ist auch der erklärte Wille der Verantwortlichen beider Kommunen.

Sternberg

Dass die Stadt Lorsch neben den Kontakten zu der französischen Partnerstadt Le Coteau, der belgischen Partnerstadt Zwevegem, dem Patenstädtchen Giebau im Sudetenland und der Patengemeinde Thal im Thüringer Wald auch Beziehungen zu Menschen aus osteuropäischen Staaten positiv gegenübersteht, unterstreicht die Tatsache, dass mit der tschechischen Stadt Sternberg am 10. September 2000 eine Urkunde über die Städtefreundschaft abgeschlossen worden ist. In diese Städtefreundschaft ist auch der Giebauer Heimatausschuss mit einbezogen worden.

Dabei handelt es sich um eine Absichtserklärung, um künftig intensiver aufeinander zuzugehen und die Kontakte im sportlichen, kulturellen und sozialen Bereich weiter zu vertiefen.
Der Abschluss einer vertraglichen Vereinbarung war sowohl mit der Europa-Union Bergstraße als auch mit dem Giebauer Heimatausschuss abgestimmt. Der Freundschaftsvertrag stellt einen weiteren Schritt hin zu einer möglichen Städtepartnerschaft dar.
Insbesondere der Giebauer Heimatausschuss, war bereits vor dem Fall des Eisernen Vorhangs im Jahre 1989 um eine aktive Verständigung mit dem heutigen Jivova (Giebau) bemüht. So wurden Spenden von den ehemaligen Bewohnern des Städtchens Giebau für die Renovierung der Pfarr- und Wallfahrtskirche „St. Bartholomäus“ aufgebracht. Herr Pfarrer Antonin Pospisil hat sich dankenswerter Weise um die Renovierung der Kirche gekümmert.
Ein großes Augenmerk legt man auch auf die Intensivierung der Beziehungen zu der Kreisstadt Sternberg.
Die Urkunde der Städtepartnerschaft hat folgenden Wortlaut: „Die Stadt Lorsch hat vor 30 Jahren die Patenschaft der Gemeinden Giebau, Pohorsch, Weska und Petersdorf übernommen. Schon über viele Jahre pflegen diese Menschen einen intensiven Kontakt zu den heutigen Bewohnern ihrer alten Heimat. In diese freundschaftlichen Beziehungen ist die Patenstadt Lorsch mit eingebunden worden.
Aus dieser Verbindung haben sich die Kommunen Sternberg, Giebau und Lorsch sowie der Giebauer Heimatausschuss feierlich verpflichtet, die in den letzten Jahren gewachsene Freundschaftsbande zu bewahren und zu vertiefen sowie die Beziehungen zwischen den Bürgerinnen und Bürgern zu fördern.
Dies gilt insbesondere für die Bereiche Kultur und Sport sowie caritative Aktivitäten. Die Unterzeichnung des Freundschaftsvertrages erfolgt in der Gewissheit, den wahren Bedürfnissen und Idealen der Bürgerinnen und Bürger der Kommunen in Lorsch, Sternberg, Giebau und deren ehemaligen Bewohnern zu entsprechen sowie die Geschichte im positiven Sinne fortzuführen und den Geist der Brüderlichkeit in der Völkerfamilie Europa zu stärken.“
In der Zwischenzeit wurden die Verbindungen auch auf privater Ebene intensiviert.
So haben nicht nur die ehemaligen Bewohner ihre alte Heimat in den letzten Jahren in verstärktem Maße besucht, sondern auch andere Bürger aus unserer Stadt verweilten schon in Giebau und Sternberg. Die Begegnungen fanden jeweils in freundschaftlicher und entspannter Atmosphäre statt.
Als beispielgebend ist in diesem Zusammenhang auch die Haltung von zwei Lorscher Ehepaaren hervorzuheben, die eine Schülerin aus Tschechien über einen gewissen Zeitraum aufgenommen haben, um ihr die Möglichkeit zu bieten, ihre Deutschkenntnisse zu verbessern.

Es versteht sich von selbst, dass die Freunde aus Sternberg auch zu den offiziellen Veranstaltungen der Stadt Lorsch eingeladen werden.

Die Stadt Lorsch möchte die Kontakte zu Giebau und dessen Kreisstadt Sternberg weiter ausbauen.

Le Coteau:
www.mairie-lecoteau.fr


Zwevegem:
www.zwevegem.be


Giebau:
www.obecjivova.cz


Thal (Ortsteil von Ruhla):
www.ruhla.de


Sternberg:
www.sternberk.eu