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Was lange währt …

Man weiß nicht, was man mehr bewundern soll: Den schönen neuen Platz am Haus Lorbacher, das schöne neue Bücherregal, das dort nun jedermann zur Verfügung steht oder die Geduld der beiden BürgerInnen, die immerhin fast drei Jahre ausharrten, bis es soweit war. Denn diese selbst ernannte „Büchermafia“ war die Speerspitze all jener Lorscherinnen und Lorscher, die sich ein solches Regal zur öffentlichen Ausleihe schon lange sehnlichst auch in ihrer Stadt wünschten. Doch die Büchermafia ging noch weiter und bot sich an, ein solches Bücherregal – wenn es dann mal da wäre – zu bestücken und zu betreuen. Jetzt war es endlich soweit: Am Montagabend löste die Bücher-Patin Marlene Baumgartner die große grüne Seidenschleife, der Magistrat entriegelte die Schlösser und schon schoben sich die beiden Schiebetüren auf, damit nun jede/r dort nach Herzenslust Bücher entleihen, lesen oder auch wieder einstellen kann.

„Dass so ein Bücherregal kommen würde“, sagte Bürgermeister Schönung, „war schon lange klar. Auch wo es stehen sollte, nämlich am neugeschaffenen Durchgang zwischen dem großen Sandsteinkreuz und dem Back- und Brauhaus.“ Und das war die Crux. Denn dazu musste zunächst der dortige Platz neu gestaltet werden, danach ein dazu passendes Bücherregal entworfen und angefertigt werden. „Wir befinden uns in Lorschs Stadtmitte, in Welterbenähe, da müssen Gestaltungsvorschriften beachtet werden, damit alles zusammen passt“, so Bauamtsleiter Volker Knaup, der die Maßnahme bautechnisch betreute. Das KULTour-Amt gemeinsam mit der EGL holten darüber hinaus Rat von Personen ein, die eine solche Einrichtung schon länger betreuen bzw. zur Verfügung stellen.

Jetzt ist es also fertig und bietet Platz für etwa 300 Bücher, vom Roman bis zum Kinderbuch, vom Krimi bis zum Reisetagebuch. Die Büchermafia hat in den letzten Monaten einen Bücherschatz gesammelt und den Schrank damit zunächst bestückt. „Die Kinderbücher befinden sich natürlich in den unteren Regalen, die Bücher für die Jugendlichen und Erwachsenen entsprechend darüber“, erläutert Marlene Baumgartner, die gemeinsam mit ihrem Vater Michael den ganz langen Atem bewies.

Sie war es auch, die alle in Lorsch eingestellten Bücher mit dem Stempel der Büchermafia kennzeichnete. „Anhand dessen kann man sehen, wohin es ein Buch verschlägt.“ Denn die Bücher, die aus dem Lorscher Regal stammen, können durchaus in Bensheim, Bürstadt oder sonst wo in ein öffentliches Regal zurückgestellt werden. „Schön wäre es aber, wenn man dafür ein anderes Buch in den Lorscher Bücherschrank zurückbrächte“, sagt die Bücherbegeisterte. Die wenigen und einfachen Regeln rund um das öffentliche Regal sind gut lesbar an selbigem angebracht. „Und am 28. April, wenn das Wetter wieder entsprechend ist, machen wir hier ein kleines Lesefestival, um das Bücherregal unter der Beteiligung der Bevölkerung gebührend zu feiern und einzuweihen“, kündigte der Bürgermeister an.