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Lorscher Weihnachtsmärchen

Gute Taten und ein Scheck

Zu einem richtigen Weihnachtsmarkt gehört – wie der Tannenbaum und der Lichterglanz – auch ein richtig gutes Charity-Projekt, früher hätte man „Wohltätigkeits-Aktion“ gesagt. Und so waren die Organisatorinnen des Lorscher „Blauen Weihnachtswunders“ glücklich, dass man eine noch junge, aber gute Tradition auch im dritten Jahr fortsetzen konnte: Am 1. Adventssonntag gab es Kutschfahrten rund um den Stadtkern zugunsten der Ökumenischen Flüchtlingshilfe e.V.

Was auf das großzügige Angebot der Kutscherin Regine Wolf zurückging, drohte 2016 zu kippen. Denn Regine Wolf, die 2014 und 2015 die Lorscher zugunsten der Lorscher Initiative über den Cityring kutschierte, hatte eines ihrer beiden Kutschpferde verkauft. Doch sie wusste Rat und verwies an einen anderen Kutschfahrer, der in Lorsch Pferde stehen hat: Sven Weigand. Der Unternehmer aus Mannheim ist seit mehr als zehn Jahren mit seinen Tieren im Lorscher Süden glücklich. Sieben Pferde und 6 Ponys stehen im „Stall Rutenhof“, wie das stolze Emblem auf den Jacken der Pferde-närrischen Familie sagt.

Doch Weigand und seine Partnerin Birgitta nebst Sohn Dennis und Tochter Mia hat ein Herz, dass mehr als Pferde umfasst. Am Weihnachtsmarktsonntag stand er mit einer von einem prächtigen Friesen gezogenen Kutsche sowie drei Ponys und einer Mannschaft pferde- und kindertauglicher Helferinnen und Helfer unter dem großen Tannenbaum am Marktplatz. Dann hieß es für zweieinhalb Stunden: einsteigen und aufsitzen. Viele Kinder und auch Erwachsene nahmen teil und hatten ihre Freude.

Den Erlös der Aktion übergab die Kernmannschaft vom Stall Rutenhof heute strahlend der Vorsitzenden der Flüchtlingshilfe Katie Hauptmann. Diese strahlte nicht weniger. Denn es landeten auf einen Schlag 327 Euro in der Vereinskasse. „Ach du lieber Himmel – so viel – das ist ja wunderbar“, war Hauptmann so überrascht wie erfreut.

Sven Weigand hat auch sonst ein Herz für andere. Beruflich ist er immer wieder mit dem Flüchtlingsthema befasst. Und immer wieder gibt es Extra-Aktionen, bei denen sich die ganze Familie engagiert für Mitmenschen, denen es nicht so gut geht. „Das gibt mir Kraft für alle das andere“, sagt der Mann, der das Geheimnis und den Lohn des Helfens für sich schon lange entdeckt hat.

Für das nächste Jahr haben die Pferdefreunde mit dem Herz auf dem rechten Fleck ihre Unterstützung schon wieder zugesagt. „Uns hat es riesigen Spaß gemacht! Eine tolle Atmosphäre und eine gute Sache!“ Und dem konnten auch Bürgermeister Schönung, der sich ebenfalls herzlich bedankte, nur erfreut zustimmen. Ein kleines Lorscher Weihnachtsmärchen, das mit einer Fortsetzung im nächsten Jahr winkt. – Danke!

Info-Kasten

Öffnungszeiten:
DI – SO 10 – 17 Uhr; Museumszentrum Lorsch, Nibelungenstraße 35