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Nicht nur zur Weihnachtszeit

Geflüchtete Menschen suchen dringend Wohnraum

Immer wieder ist es ein Thema: Bezahlbarer Wohnraum steht im Kreis Bergstraße, so auch in Lorsch, zu wenig zur Verfügung. Ganz besonders schwierig ist die Wohnungssuche für Geringverdiener oder Menschen, die von öffentlichen Geldern abhängig sind. Zu diesen gehören auch die bei uns gestrandeten Flüchtlinge.

Ist deren Asylverfahren abgeschlossen ist, sind die Geflüchteten auf der Suche nach Wohnungen. Bei ihrer Wohnungssuche jedoch stehen sie vor besonderen Herausforderungen. Oft sehen sie sich mit Vorurteilen konfrontiert. Ebenso beherrschen viele die Sprache nicht ausreichend und haben deshalb nur beschränkten Zugang zu Medien, die bei der Wohnungssuche unterstützen. Das hat zur Folge, dass viele Flüchtlinge und ganze Familien weiter in Gemeinschaftsunterkünften festsitzen.

Bürgermeister Christian Schönung liegt es sehr am Herzen, dass die Stadt Lorsch Flüchtlinge, die dauerhaft bei uns leben möchten, bei der Anmietung eigener Wohnungen unterstützt. Im Gespräch mit Vertreterinnen und Vertretern der Ökumenischen Flüchtlingshilfe, mit Pfarrer Hermann Differenz und Pfarrer Renatus Keller sowie der städtischen Flüchtlingskoordinatorin Jeanette Schröder thematisierte er zum wiederholten Male das Wohnraumproblem dieser Bevölkerungsgruppe. „Wir appellieren an die Lorscherinnen und Lorscher! Lassen Sie uns zeigen, dass die Bürgerschaft unserer Stadt eine solidarische und Fremden gegenüber offene Gemeinschaft ist“, so Schönung. „Ein Zusammenleben auf Augenhöhe und die Bereitschaft, aus Fremden Nachbarn zu machen, ja diese auch als mögliche Freunde zu betrachten, das ist eine Grundhaltung, wie wir sie uns für unsere Stadt wünschen“, sind sich die Vertreter der Kirchen und der Verwaltung einig.“

„Es gibt immer einen, der einen kennt, der wieder jemanden kennt, der vielleicht eine Wohnung zur Verfügung stellen kann“, verstärkt Bürgermeister Schönung den Appell. „Wir möchten potenzielle Vermieterinnen und Hausbesitzer erneut und mit Nachdruck auf die Wohnraumproblematik aufmerksam machen. Wir bitten Sie: Denken Sie sich an die Stelle der heimatlos Gewordenen. Versetzen Sie sich – viele von Ihnen selbst Väter und Mütter – in die Lage der Eltern, der Kinder, derer, die ihre Familien zurücklassen mussten oder gar verloren haben. Helfen Sie uns, die Not zu lindern! Arbeiten sie mit uns zusammen!“

Sind Sie bereit, einem geflüchteten Menschen das Ankommen in Deutschland zu erleichtern?
In Ihrer Wohnung ist ein Zimmer frei? In Ihrem Haus eine Wohnung?
Ein persönliches Treffen räumt Vorurteile schnell aus dem Weg.
Dabei und bei Rückfragen stehen Ihnen für die Ökumenische Flüchtlingshilfe Eberhardt Kabisch (Fon 0 62 51/5 54 25) oder die Flüchtlingskoordinatorin der Stadt Lorsch, Jeanette Schröder (Fon 06251/10 38-215), gerne zur Verfügung.