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Das Lorscher Banner-Wunder

Zum Weihnachtsmarkt wurden aus den Skandal-Bannern wunderschöne Einkaufstaschen

Es waren einmal drei wunderschöne Banner. Die waren mit bunten Bildern verziert und nagelneu. Den Leuten gefielen die Banner sehr gut. Aber dann erzürnten sie wegen eines Wort, das auf den Bannern prangte: „Tabak-Kerb“. Und so kam es, dass die drei Banner abgehängt wurden und in einer dunkeln Kellerecke verschwanden. Als es aber wieder Weihnachten werden wollte, stiegen die Weihnachtsfrauen vom KULTour-Amt in den Keller, holten die Banner hervor, brachten sie zu der Schneiderfee in die Lorscher Nähschule und klagten ihr Leid. „Könntest du nicht schöne Taschen aus den schönen Bannern nähen?“ fragten sie. Die Schneiderfee überlegte und erbat sich Zeit. Und nach nur drei Tagen kam sie zurück und – Schwups! – waren aus den Bannern bunte Einkaufstaschen für die Lorscher Leute geworden. Da war die Freude groß!

Diese märchenhafte Geschichte hat sich jetzt wirklich in Lorsch zugetragen. Zusammengearbeitet haben dazu das KULTour-Amt und die Inhaberin der Nähschule „Genaethes“, Andrea Bienia. Upcycling heißt das Zauberwort in der Fachsprache, wenn man aus einem eher schlichten und eigentlich zum Wegwerfen bestimmten Material etwas Höherwertiges herstellt. Wie in diesem Falle: Aus den in Ungnade gefallenen PVC-Straßenbannern wurden Taschen, die zum Einkaufen dienen, beim Badengehen oder wenn man einfach ein bisschen mehr mit sich herumtragen muss. Jede Tasche ist natürlich anders und auch einmalig. Denn jede Tasche zeigt außen (und innen!) andere Ausschnitte aus dem insgesamt sechs Meter langen Motiv der ehemaligen Straßenbanner und hat – passend zu diesen Bildausschnitten – jeweils andersfarbige Tragebänder. Alle haben eine geräumige Innentasche und eine Anhängertasche mit Reißverschluss für Schlüssel oder anderer Kleinigkeiten. Schließlich gibt es die Lorscher Bannertaschen in zwei Größen. Die Idee der Nutzung statt Vernichtung der verworfenen Kunststoffbahnen hatte das KULTour-Amt, das Design der Taschen stammt von Andrea Bienia. „Prima, dass hier ein Lorscher Unternehmen als Partner gewonnen werden konnte“, freut sich auch Timo Cyriax vom Stadtmarketing.

Wie in jedem Märchen aber, sind an den guten Schluss der Geschichte von der wundersamen Banner-Wandlung drei Bedingungen geknüpft: Erstens: Die Taschen dürfen erst mit Beginn des Lorscher Weihnachtsmarktes am 25. November ab 16 Uhr an der Bude des KULTour-Amtes am Platz am Pavillon verkauft werden. Zweitens: Das KULTour-Amt gibt die Taschen praktisch zum Selbstkostenpreis weiter. Und schließlich – wie bei jedem echten Wunder: Ist die letzte Tasche der insgesamt 26 Taschen verkauft, wird es nie mehr eine solche Tabak-Kerb-Banner-Tasche geben. „Wir freuen uns“, so das Team vom KULTour-Amt, „dass wir auch dieses Jahr wieder – neben der neuen und letzten Lorscher Tasse - ein ganz besonderes und einmaliges „lorscherisches“ Produkt anbieten können! Und natürlich darüber, dass aus dem ganzen Ärger am Ende so etwas Schönes geworden ist!“

Der Lorscher Weihnachtsmarkt - Das blaue Weihnachtswunder findet am 1. Adventswochenende statt, vom 25. – 27. November; FR 16 – 22 Uhr, SA 14 – 22 Uhr, SO 12 – 20 Uhr. Auf dem Benediktinerplatz und rund ums Museumszentrum bis hoch zum Platz am Pavillon, wo die Bühne steht und u.a. auch die Bude des KULTour-Amtes zu finden ist.