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Pressemeldungen

 

Viele Informationen bei der Grenzfahrt mit Christiane Ludwig-Paul

Daubhart zahlt rund 0,5 Millionen Euro Gewerbesteuer

Am Freizeitgelände Birkengarten starteten Christiane Ludwig-Paul und Christian Schönung, Mitte, die Grenzfahrt 2016. 
Am Freizeitgelände Birkengarten starteten Christiane Ludwig-Paul und Christian Schönung, Mitte, die Grenzfahrt 2016.

Lorsch. Die erste Station der Grenzfahrt der Lorscher Stadtverordnetenvorsteherin Christiane Ludwig-Paul mit dem Fahrrad war der ehemalige Kompostplatz in der Hagenstraße. Das Gelände sei geräumt und parzelliert informierte dort Bürgermeister Christian Schönung. Ein Grundstück habe ein Lorscher Dachdecker gekauft. Wo die Hallen des Gärtnertrupps stünden, werde noch ein Käufer gesucht. Die Stadt wolle das Gelände mit den Hallen verkaufen. Der nördliche Teil sei an das ZAKB in Erbpacht vergeben. Das Gelände an der Nibelungenstraße sei in privater Hand. Es gebe ein Konzept für Gewerbegebiete und auch für den innerstädtischen Handel. Das Gewerbe im Außenbereich dürfe den Bereich der Innenstadt nicht beeinträchtigen. Lorsch habe nur 25 Quadratkilometer Gewerbefläche und damit müsse die Stadt sorgfältig umgehen. Der Verkauf von Gelände bringe Geld in die Stadtkasse und schaffe Arbeitsplätze. Schönung informierte über das dortige unterirdische Regenrückhaltebecken wo 1200 Kubikmeter Wasser gestaut werden könnten. Ein Überlauf führe das Wasser in ein Kanalsystem Richtung Kleingärten. Beim ZAKB könnten die Lorscher jetzt nicht nur Grünschnitt und Schrott abliefern, sondern auch Baustoffe, Elektroschrott, Papier und Pappe. Der Grünschnitt werde zu Humus verarbeitet und dann wieder abgegeben.

An der nächsten Station im Daubhart wurden die Teilnehmer der Grenzfahrt nicht nur mit Eis versorgt, sondern auch mit der Information, dass dort nur noch ein Grundstück zum Verkauf stehe. Wie Schönung informierte, werde dort eine Gewerbesteuer von rund 0,5 Millionen Euro bezahlt. Bauamtsleiter Volker Knaup informierte über die unterschiedlichen Firmen, die dort angesiedelt seien. Dazu gehörten Möbel-Gärtner, der ein großes Möbelhaus errichten wolle, der Öko-Betrieb Alnatura, Lasertechnik Seeger, Tegut-Supermarkt, Prisman (Hygiene), Widmer, eine chinesische Firma, die die Technik für Hochhausaufzüge herstelle, Solar-Focus aus Österreich habe hier seine Europa-Zentrale. Diese und zahlreiche andere Betriebe seien weltweit tätig. Die Entwicklungsgesellschaft Lorsch (EGL) habe die Plätze verkauft. Es seien 1034 Arbeitsplätze entstanden, 800 davon im Daubhart. Nicht gelöst sei die Frage der Zufahrt zu den Geschäften mit dem Fahrrad, meinte ein Teilnehmer. Dieses Problem sei bereits erörtert worden, werde aber noch einmal beraten, versicherte der Bürgermeister. Fußgänger und Pkw hätten den Vorrang.

An der Kläranlage informierte Christian Schönung, dass in diesem Betrieb an 365 Tagen rund um die Uhr gearbeitet werde, auch an Ostern und Weihnachten. Joachim Krutsch, Leiter der Kläranlage, machte klar, dass es sich hier um eines der größten Lorscher Bauwerke handle. Hier werde das gesamte Wasser vom Ehlried bis zur Kläranlage in leichtem Gefälle transportiert. Es seien keine Pumpen notwendig. In der mechanischen Reinigung dieses Wassers, werde alles ausgesiebt, was größer sei als sechs Millimeter. Das sei alles, was nicht in die Toilette gehöre. Der Sand sinke in den Klärbecken ab, Fett schwimme oben und werde abgeschöpft. Das Wasser werde in einem komplizierten Verfahren gereinigt, auch mit Hilfe von Mikroorganismen. Mit dem Klärschlamm werde im sogenannten Faulturm Strom und Gas produziert. Ein Drittel des Strombedarfs der Anlage werde dadurch gedeckt. Aus dem Gas werde Wärme erzeugt. Man könne sagen „Aus Scheiße wird Strom“. Das gereinigte Wasser, das auch trinkbar sei, werde in die Weschnitz geleitet. Der Klärschlamm werde von den Landwirten zur Verbesserung der Ackerböden genutzt. Die Teilnehmer des Grenzgangs konnten sich an verschiedenen Teilen der Anlage selbst ein Bild machen von der Funktionsweise.

Christiane Ludwig-Paul bedankte sich am Ende mit einem Lorscher Sekt bei Joachim Krutsch. Sie betonte dabei die Wichtigkeit einer Kläranlage für die Lorscher Bevölkerung. ml

Eritreer bei der Grenzfahrt

Lorsch. Bei den 1200 Teilnehmern der Grenzfahrt von Christiane Ludwig-Paul war auch ein Flüchtling aus Eritrea. Er heißt Teklom Fikre, lebt seit neun Monaten in Lorsch und spricht bereits leidlich deutsch. Julia Gross hat ihn mitgebracht. Er ist Teil ihrer Familie, die sich in der Integrationspartnerschaft „Begegnung“ der ökumenischen Flüchtlingshilfe von Lorsch engagiert.

Wie Julia Gross sagte, werden noch weitere Partner für die Hilfe zur Integration von Flüchtlingen gesucht. Integrationspartner sollten regelmäßig Zeit mit Flüchtlingen verbringen, um sie auf dem Weg in die deutsche Gesellschaft zu begleiten. Es könnten Aktivitäten geplant werden wie Spaziergänge bei denen Lorsch und seine Umgebung erkundet werden könnten. Radfahren, Gesellschaftsspiele, gemeinsames Kochen, all das seien Möglichkeiten zur Hilfe bei der Integration.

Ziel dabei ist, gemeinsam deutsch zu sprechen und voneinander zu lernen.

Interessenten können sich melden bei

Sibylle Römer, Telefon 06251-9891690, E-Mail: sibylleroemer@hotmail.com. ml

Aufmerksame Zuhörer hatten Joachim Krutsch und Bürgermeister Christian Schönung, rechts, beim Besuch der Lorscher Kläranlage. 
Aufmerksame Zuhörer hatten Joachim Krutsch und Bürgermeister Christian Schönung, rechts, beim Besuch der Lorscher Kläranlage.
Auch im Gewerbegebiet Daubhart legten die 120 Teilnehmer der Grenzfahrt einen Stopp ein. 
Auch im Gewerbegebiet Daubhart legten die 120 Teilnehmer der Grenzfahrt einen Stopp ein.
Ein leckeres Eis spendierte Christiane Ludwig-Paul im Gewerbegebiet Daubhart den Teilnehmern der Grenzfahrt. 
Ein leckeres Eis spendierte Christiane Ludwig-Paul im Gewerbegebiet Daubhart den Teilnehmern der Grenzfahrt.
Am Klärbecken erklärte Joachim Krutsch, rechts, Leiter der Lor-scher Kläranlage, den Teilneh-mern der Grenzfahrt die Reini-gung von Schmutzwasser.  
Am Klärbecken erklärte Joachim Krutsch, rechts, Leiter der Lor-scher Kläranlage, den Teilneh-mern der Grenzfahrt die Reini-gung von Schmutzwasser.
Mit Lorscher Sekt bedankte sich Christiane Ludwig-Paul bei Joachim Krutsch, Leiter der Kläranlage, rechts, in der Mitte Bauamtsleiter Volker Knaup.  
Mit Lorscher Sekt bedankte sich Christiane Ludwig-Paul bei Joachim Krutsch, Leiter der Kläranlage, rechts, in der Mitte Bauamtsleiter Volker Knaup.

Alle Bilder: Weinbach