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Ausnahmen bestätigen die Regel

Immer mal wieder nachjustiert werden muss beim engen Miteinander von Welterbe, Stadtverwaltung, Landwirtschaft und den zunehmenden touristischen und einheimischen Gästen des UNESCO Welterbe Kloster Lorsch. Rund um den 2014 zu einem ca. 20 Hektar großen Areal erweiterten Welterbe-Bereich zwischen Königshalle und Besucherinformationszentrum bestehen die unterschiedlichsten Nutzungsbedürfnisse. Die vielbegangene, aber auch von den Landwirten genutzte alte Bensheimer Straße - heute: Im Klosterfeld – bildet dabei einen neuralgischen Punkt. Hier gilt es, mehrere Interessen möglichst in Einklang zu bringen.

Jetzt fand ein Ortstermin statt, bei dem sich Bürgermeister und Bauamtsleiter der Stadt, Vertreter des Bauernverbandes, der Lorscher Ortslandwirt sowie zwei unmittelbar betroffene Bauern trafen. Die momentane verkehrsrechtliche Lage untersagt tagsüber das Befahren der Straße für alle Fahrzeuge, auch landwirtschaftliche. Diese dürfen allerdings vor 10 Uhr und nach 17 Uhr dort verkehren. Außerdem werden, vor allem um Wildparker zu verhindern, an den Wochenenden und an besonderen Veranstaltungstagen im Freilichtlabor Lauresham, zusätzlich Poller in die Straße eingelassen.

Doch diese Regelung schien nun zwei in diesem Gewann tätigen Lorscher Bauern nicht akzeptabel. Zu weit wären die Umwege, zu eng die Kehren, um die sie mit schweren, oftmals sperrigen Maschinen dann fahren müssten, um vernünftig arbeiten zu können, so die betroffenen Landwirte. Andererseits, so wurde seitens der Stadt klar gemacht, muss der Schutz der Fußgänger und Parkbesucher gewährleistet werden. Doch ist es der Stadtverwaltung ebenso klar, dass es die Lorscher Landwirte nicht einfach haben. Bei einer ohnehin kleinen Gemarkungsgröße gingen und gehen immer wieder landwirtschaftlich genutzte Flächen für andere Projekte und Bauvorhaben verloren.

Der Kompromiss, mit dem sich alle Anwesenden zufrieden zeigten, lautet nun folgendermaßen: Die Beschilderung bleibt bestehen, ebenso die Möglichkeit des Poller-Einsatzes durch die VSG an den benannten Tagen. Doch beide Landwirte - und nur diese – bekommen Sondergenehmigungen, die sie mit sich führen. Im Gegenzug sagten diese dem Bürgermeister zu, nur mit größtem Bedacht, mit Rücksicht auf die Fußgänger und nur, wenn dies unbedingt nötig sei, außerhalb der gestatteten Zeiten die Straße zu befahren. Abstimmungsgespräche, so hieß es, seien auch in Zukunft gewiss immer wieder nötig. Nun gilt es aber zunächst, die neue Lösung zu erproben.

Ortstermin im Klosterfeld 
Ortstermin im Klosterfeld