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Bundesverkehrswegeplan 2030 tangiert Lorsch mit drei Projekten

Seit dem 21. März 2016 liegt den Städten und Gemeinden der Entwurf des Bundesverkehrswegeplans 2030(BVWP)vor. Dieser entscheidet über die Dringlichkeit von Neu- und Ausbaumaßnahmen an Autobahnen und Bundesstraßen, der Bundesschienenwege und die Bundeswasserstraßen betreffend. In seiner jüngsten Sitzung hat sich der Lorscher Magistrat erstmals mit den die Stadt betreffenden Maßnahmen im aktuellen Bundesverkehrswegeplan beschäftigt. Bürgermeister Christian Schönung informierte den Stadtrat darüber, dass hierin drei Projekte mit unmittelbarem Bezugs zu Lorsch zu finden sind.

Das ist zum Ersten die Schienen-Neubaustrecke zwischen Frankfurt und Mannheim. Weiterhin sieht der BVWP den sechsspurigen Ausbau der A 67 zwischen Mönchhof-Dreieck und Lorsch vor. Und drittens ist in dem Papier der vierspurige Ausbau der B 47 von Bürstadt nach Lorsch als dringlich angegeben.

Die Straßenprojekte der B47 und A67 enden zwar jeweils an den Gemarkungsgrenzen von Lorsch. Doch haben sie erheblichen Einfluss auf den zukünftigen Verkehrsstrom, der an Lorsch vorbei führen wird.  Drastischer noch liegt der Fall beim Bahnprojekt „Korridor Mittelrhein: Zielnetz I“. Dies ist die Bezeichnung einer Gesamtmaßnahme, die sich vom westfälischen Hagen bis nach Karlsruhe erstreckt. Diese wird mit ihrem Teilstück zwischen Frankfurt-Zeppelinheim und Mannheim-Waldhof erhebliche Auswirkungen auch auf die Lorscher Bevölkerung haben, wenn im weiteren Planungsverfahren eine Bahntrasse entlang der A67 das Ergebnis sein sollte. Für diese Maßnahme ist ein Betrag von rund 4,4 Milliarden Euro genannt.

Zwei zentrale Forderungen aus der Region werden sicherlich in der Abwägung für die Lorscher Stellungnahme diskutiert werden. Zum einen, dass Lorsch als Kommune, wie auch über den Verein „Mensch vor Verkehr“, durch Sitze in einem Projektbeirat an der weiteren Planung beteiligt wird. Zweitens, dass durch mögliche Neubauten kein zusätzlicher Lärm für die Einwohnerinnen und Einwohner von Lorsch entstehen darf.

Bis zum 2. Mai 2016 hat jedermann die Möglichkeit, zum Bundesverkehrswegeplan eine Stellungnahme abzugeben (per Post an das Bundeministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur BMVI oder über ein Online-Formular). Das Ministerium weist allerdings darauf hin, dass rein wertende Meinungsäußerungen ohne sachliche Begründung nicht berücksichtigt werden. Ebensowenig Stellungnahmen, die nicht in Bezug zur Wirkung des Gesamtplans gesetzt werden. Die detaillierte fachliche Auseinandersetzung mit Einzelprojekten ist gemäß BMVI Aufgabe der nachgelagerten eigenständigen Planungsverfahren.

Der Entwurf des BVWP sowie der Umweltbericht sind im Internet einzusehen (www.bmvi.de). Dort wurden auch die Dossiers mit den Bewertungsergebnissen aller Projekte hinterlegt. Außerdem sind die Unterlagen bundesweit in zwanzig Städten einzusehen. Für Interessierte aus Lorsch am nächsten ist die Auslegung in Wiesbaden (Hessen Mobil, Wilhelmstraße 10, montags bis freitags 8 - 16 Uhr, Tel. 06 11/3 66 34 22). Die Unterlagen für die regionalen Maßnahmen im Umfeld von Lorsch können auch im Stadthaus zu den üblichen Öffnungszeiten studiert werden.