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Der Countdown läuft!

„Als hätte man auf den alten Schwarz-Weiß-Bildern die Farbe reingedreht“, schwärmte einer, der hinter der Absperrung heftig winkend die vorbeibrausenden Motorräder begrüßte. Ein zugeklapptes Kapitel Lorscher Geschichte wurde im Jubiläumsjahr 2014 wieder zum Leben erweckt: Das Lorscher „Riedring-Rennen“.

Zwar wurde kein Rennen veranstaltet. Denn die dafür notwendigen Sicherheitsbestimmungen wären heute unbezahlbar. Aber schnittig gefahren wurde durchaus, als die 130 Starter an den insgesamt 8000 Besuchern vorbeibrausten. Auch in diesem Jahr sind beim „Riedring Revival“ mit seinen Präsentationsläufen ausschließlich Maschinen am Start, die vor bzw. bis 1965 gebaut wurden und die keine Straßenzulassung haben. Trotzdem wurden die Sicherheitsbedingungen noch einmal verbessert.

Von 1949 bis 1955 fanden auf dem ursprünglich 3,12 Kilometer langen Rundkurs im Süden Lorschs national bekannte Motorradrennen statt, die 1954 sogar das Prädikat „Junioren-Meisterschafts-Lauf“ erhielten. Lorsch galt als Kaderschmiede des Nachwuchses.  Viele spätere berühmte Fahrer, beispielsweise das Gespann Fath/Stein, Karl Kronmüller oder Lothar John, gingen hier an den Start. BMW, DKW, AJS, NSU, Puch, Triumph, Norton und viele andere große Marken füllten damals die Startfelder.

Das Riedring Revival hat den historischen Parcours auf 2,5 Kilometer verkürzt. Er führt von der Seehofstraße (Start und Ziel) über die K3111, ins sogenannte „Zigeunerwäldchen“ und Richtung Straßenbaudepot wieder zurück auf die Seehofstraße. Das Fahrerlager liegt innerhalb dieses Rundkurses. Gäste sind hier ab Samstagmorgen und natürlich am Sonntag herzlich willkommen. „Wir hatten 2014 an den zwei Tagen in Lorsch das größte Motorrad-Museum Deutschlands zusammen“, schwärmt Heike Schüssler, vom Deutschen Motorsport Verband (DMV). „Die älteste Maschine stammte von 1910.“ Der DMV und der Veteranen-Fahrzeug-Verband e.V. organisieren gemeinsam mit dem städtischen KULTour-Amt das Zweirad-Spektakel.

Heike Schüssler zeichnet auch verantwortlich für die Sonderausstellung „60 Jahre NSU-Sportmax“ zu Ehren der erfolgreichen Maschine, die 1955 an den Start ging und auf Anhieb in der 250er Klasse die Weltmeisterschaft gewann. Die Schau ist nur am Veranstaltungswochenende im Foyer der Behinderten Hilfe Bergstraße zu sehen. Auch die Lorscher Freiwillige Feuerwehr holt zum Riedring Revival ihre Fahrzeuge aus ihrem Museum und wird mit ihren historischen Fahrzeugen wieder ihre Ehrenrunden drehen.

Catering- und Getränkestände, Informationsstände sowie der eine oder andere Spezialanbieter rund ums historische Zweirad runden das Angebot ab. Die ansässigen Gastronomen und die Behindertenhilfe Bergstraße stellen sich kulinarisch auf das Ereignis ein und freuen sich über Gäste. Ein frisch gedrucktes Programmheft wird wieder an der Rennstrecke erhältlich sein. Helfer, die beim Auf- und Abbau der Gitter und beim Verpacken der notwendigen Strohballen Hand anlegen, werden noch dringend gesucht.

Das 2. Riedring Revival findet am Wochenende 29. und 30. August 2015 am südlichen Ortsrand von Lorsch statt. Das Fahrerlager kann ab Samstag besucht werden. Die Präsentationsläufe finden am Sonntag von 10 – 17 Uhr statt. Der Eintritt ist frei.

HelferInnen zum Auf- und Abbau der Gitter und zum Verpacken der Strohballen werden noch gesucht (KULTour-Amt 0 62 51.59 67-501, KULTour@lorsch.de).

Willkommen sind auch noch Fahrer echter historischer Rennmaschinen (Solo und Gespann) bis Baujahr 1965 (Heike Schüssler, 01 76.70 01 13 87, fitterer.schüssler@gmx.de).