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Pressemeldungen

 

Lebendiges Kloster

Lesung und gregorianische Gesänge rund um den Abt Udalrich

„Er saß in Gedanken versunken im Chorgestühl der dunklen Kirche. Außer ihm war noch niemand da. Eigentlich war er immer der Erste. Das gehörte sich so.“ Damit beginnt die Geschichte um den Lorscher Abt Udalrich, der die Geschicke der Lorscher Abtei zwischen 1056 und 1075 lenkte und die Elmar Ulrich verfasst hat. Wenn sie am Sonntag, dem 19. Juli, vorgelesen wird, dann allerdings nicht im Fragment der einstigen Abteikirche, sondern in der in unmittelbarer Nähe gelegenen, neu überarbeiteten Zehntscheune. Doch dürfte die Atmosphäre in den hohen, fensterlosen Räumen vergleichbar sein. Denn die Lesung wird immer wieder von Chorälen des frühen Mittelalters begleitet, gesungen von der Männer-Schola St. Nazarius unter der Leitung von Thomas Adelberger.

„Der Mund des Gerechten redet Weisheit“ ist die Überschrift der Veranstaltung und zitiert damit gleichzeitig den Psalm 37, wie er im 11. Jahrhundert, also zu Zeiten des Abtes, in einen Messgesang eingebunden wurde. Zehn Choräle kommen insgesamt durch den Männerchor zur Aufführung, allesamt aus frühmittelalterlicher Zeit stammend.   Drei davon, deren Existenz bekannt war, wurden - ebenfalls von Elmar Ullrich – erst unlängst in ihrer Melodie rekonstruiert und sind damit erstmals öffentlich zu hören. Neben der Karlssequenz werden die Nazarius-Hymne gesungen, Teile der Stundengebete und weitere gregorianische Gesänge.

Die Geschichte um Abt Udalrich rankt sich entlang des Klosteralltags mit seinen Gebetsrhythmen. Ein weiterer Strang ist Udalrichs Liebe zur Musik sowie der unmittelbar bevorstehende Feiertag des Heiligen Ulrich. Daneben wird die Abtei selbst, die Anlage mit ihren Gebäuden, Schätzen, Alltagssorgen aber auch politischen Verflechtungen, lebendig und vorstellbar. Und obwohl die Geschichte in ihren Ausschmückungen größtenteils fiktiv ist, orientiert sie sich doch, wo immer es geht, an Fakten und am vorhandenen Wissen. Der Klosterhügel scheint sich damit vor dem geistigen Auge der Zuhörerinnen und Zuhörer mit Leben zu füllen, ein Stück Vergangenheit wird greifbar.

Zu der Veranstaltung „Der Mund des Gerechten redet Weisheit“ lädt das KULTour-Amt der Stadt Lorsch gemeinsam mit der VSG. Sie beginnt am Sonntag, den 19. Juli zur Zeit der Vesper, um 18 Uhr, in der Zehntscheune auf dem Gelände des UNESCO-Weltkulturerbes. Einlass ist ab 17.30 Uhr. Der Eintritt ist frei. 
 

Einlass ist ab 17.30 Uhr.

Der Eintritt ist frei.