Logo
Logo
 
 

 

English
Francais
Deutsche Website
 
 
Bürgerinformation
Bürgerinformation
Bürgerinformation
 

Pressemeldungen

 

„Dauernd Wald, und nirgends Bier.“

Passender könnte man das Thema – gerade jetzt – nicht platzieren: Der Leseschwarm, die „Unstete Lyriklesung für Kulturschwärmer“, widmet sich am Mittwoch, dem 8. Juli ab 19 Uhr, mit einer Auswahl von 36 Gedichten dem Sommer. Und da findet sich nun alles, was mit dieser Jahreszeit verbunden ist, was man selbst erlebte oder erinnert, worauf man im Sommer hofft, was am Sommer geliebt oder gefürchtet wird, was den Sommer ausmacht.

„Ein Sommer lang“ von Detlev von Liliencron etwa, beschreibt den Zauber einer Sommerliebe „zwischen Roggenfeld und Hecken“ . Sarah Kirsch erzählt von der schläfrigen Stimmung stiller Sommerdörfer. Erich Kästner hingegen fasst eine sommerliche Landpartie im eigenen Auto in Reime: „ Immer rascher jagt der Wagen/ und wir hören Vater sagen:/ „Dauernd Wald, und nirgends Bier“ . Aus Zeiten, da man noch vornehmlich per Pedes unterwegs war, entstammt das berühmte Sommerlied von Paul Gerhardt „Geh aus mein Herz und suche Freud“. Wenn Friedrich Hölderlin hingegen resümiert „Mit gelben Birnen hänget/Und voll mit wilden Rosen/Das Land in den See“ , so ist für ihn der reife Sommer ein Sinnbild der „Hälfte des Lebens“, wie der Titel des Gedichtes es ebenfalls sagt. „Schwarzes Gewitter droht/ über dem Hügel“ ist eine Zeile aus dem „Sommergedicht“ von Georg Trakl. Und Eugen Roth befasst sich mit einem Mann auf dem Sprungturm eines Schwimmbades.

Das Zweitletzte – das drohende Gewitter – wünscht man sich zur zweiten Veranstaltung des beliebten Leseschwarms in diesem Jahr nicht. Letzteres hingegen wird man sich ohne Mühe sehr gut vorstellen können, denn die Veranstaltung findet – passend zur Sommerhitze - im Lorscher Waldschwimmbad statt. Übrigens auch, wenn es dennoch regnen sollte (und nicht wie sonst vorgesehen im Paul-Schnitzer-Saal). Bei nasser Witterung wird man die Lesung im überdachten Eingangsbereich abhalten. Für kühle Getränke und alles, was man sonst zu einer schönen Gedichtelesung braucht, ist wie stets gesorgt. Leseschwarm-Gäste zahlen keinen Schwimmbad-Eintritt, denn der Leseschwarm ist wie immer kostenlos zugänglich. Die Lyrik-Fans werden nach Schließung des Schwimmbads wieder sicher nach draußen geleitet.


Flyer

Programm

Die Termine zum „LESESCHWARM – Unstete Lyriklesungen für Kulturschwärmer 2015“ liegen immer mittwochs, der Beginn ist stets 19 Uhr.

23. September, „Herbst“ auf einem Stoppelacker am Aussiedlerhof Dewald (Herrnbrücke)

2. Dezember, „Winter“ im Wissensspeicher Zehntscheune