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Grusel, Mord und Weltgeschichte

Erstmals beteiligt sich auch Lorsch am hessenweiten „Tag für die Literatur“. Die im Zweijahresturnus stattfindende Initiative wird am 31. Mai zum fünften Mal vom Radiosender hr2, dem Hessischen Literaturrat und dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst veranstaltet. Sechzig Städte und Gemeinden beteiligen sich daran in diesem Jahr, für Lorsch hatte sich das städtische Kulturamt dazu angemeldet. Es geht es dabei um die „literarische Entdeckungsreise“, also darum, dass Lesungen möglichst an den Originalschauplätzen ihrer Handlungen stattfinden sollen. 

Perfekt dazu passt „Mord im Wildbann. Eine historische Erzählung – fast ein Krimi“, verfasst von Elmar Ullrich. Ullrich hat darin die letzten Tage im Leben des Freiherrn Carl Friedrich von Hausen nachempfunden, der Ende Mai 1802 von einem Unbekannten erschossen wurde. Diese als literarische Radwanderung angelegte Lesung an fünf verschiedenen Stationen beginnt um 14.30 Uhr und wird etwa dreieinhalb bis vier Stunden dauern. Zunächst spielt sie auf dem Klosterhügel hinter dem Basilikafragment, wo der Kurmainzer Oberforstmeister am frühen Morgen des Mordtages Rettung vor einem Albtraum sucht. Dort lässt er, der das gesamte Klostergelände dem Kurmainzer Fürstbischof abgekauft hatte, zunächst seine Kindheit in Lorsch an der Seite seines Vaters und Amtsvorgängers Revue passieren. 

Die Geschichte spielt nach dem Ende der Französischen Revolution, in der Zeit der Abschaffung der geistlichen Fürstentümer. Und damit vor dem politischen Hintergrund des Wechsels der Region von Kurmainz zum Großherzogtum Hessen. Hörbar wird der sprachliche Einfluss des nahen Frankreichs.

Die zweite Station ist das Palais von Hausen. Danach geht es vorbei an der katholischen Kirche und schließlich zum Ort des Mordes an dem Oberforstmeister, dem Hausenstein im Lampertheimer Wald. Das Ende der Geschichte spielt im Wirtshaus im Weißen Kreuz, wo der mit der Aufklärung des Mordfalls beauftragte Landgerichtsrat Heinrich Will einen Fremden trifft, der sich als Schwager eines des Mordes verdächtigten Wilderers entpuppt …

Literaturbegeisterten RadfahrerInnen wird empfohlen, Getränke und eine eventuelle Sitzmöglichkeit (Decke?) mitzunehmen. Bei Regen findet die Veranstaltung trotzdem statt, allerdings ohne den Ausflug zum Hausenstein. Diese Station wird dann mit der letzten im Wirtshaus im Weißen Kreuz zusammengelegt. Der Beginn der Geschichte würde bei Regen dann in der Zehntscheune gelesen.

Die literarische Radwanderung beginnt am Sonntag, den 31. Mai um 14.30 Uhr auf dem Gelände des UNESCO Weltkulturerbes Kloster Lorsch,   hinter der Basilika. Die Veranstaltung dauert etwa dreieinhalb bis vier Stunden und ist kostenfrei.
Elmar Ullrich ist ein Lorscher Bürger und Studiendirektor a.D. Sein Interesse an Geschichte, besonders an der des Klosters Lorsch sowie seine Leidenschaft fürs Geschichtenschreiben, veranlassten ihn u.a. zu der Geschichte über das Leben von und den Mord an Carl Friedrich von Hausen.

Mord im Wildbann

Eine historische Erzählung – fast ein Krimi