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Von iwwerm Rhoi

Volker Gallé liest zum Welttag der Poesie in Lorsch

Er ist – zumindest „iwwerm Rhoi“ - wohl das, was einer, den man „bekannt wie ein bunter Hund“ nennt: Volker Gallé. Der studierte Germanist, Philosoph und Ethnologe war als Musiktherapeut, danach als Print- und Hörfunkjournalist tätig, bevor er 2004 zum Kulturkoordinator der Stadt Worm wurde. Doch am 20. März, aus Anlass des UNESCO Welttages der Poesie, kommt Volker Gallé in einer weiteren Rolle nach Lorsch, die der 59-Jährige seit mehr als 40 Jahren bekleidet: in der des Poeten. Denn er dichtet, seit er 16 ist. Die Publikationen  „rhein.hessen.blues“ (2007) und „Flügelschlag des Raben“ (2010) geben davon wundervolle Kostproben. Erstere ist auch Titel des Lyrik-Abends im Paul Schnitzer-Saal am 20. März.

Nach Ulla Hahn und Peter Härtling holt das KULTour-Amt der Stadt Lorsch damit einen regionalen Lyriker in die Stadt, um mit ihm den Welttag der Poesie zu feiern. Dies ist ein Bestandteil des städtischen Bienen- und Dichterprojektes, das sich aus dem Lorscher Bienensegen ableitet. Damit ist in diesem Jahr auch das Thema der Mundart-Lyrik aufgerufen. Denn Volker Gallé setzt dem „Rhoihessische“ mit seiner Dichtung ein Denkmal. Doch wie der Veranstaltungstitel „rhein.hessen.blues“ ahnen lässt, geht es nicht um die heiter-beschwingte Variante des Dialektes, die stets die Lacher auf ihre Seite ziehen möchte. Wenn schon (Sprach-)Komik, dann ist es eher der Dadaismus, der Gallé seit jeher fasziniert. Daneben aber auch die Konkrete Poesie, der Expressionismus oder aber die japanische Kunstform der Poesie, das Haiku.

Schließlich muss man wissen, dass Volker Gallé begeisterter Musiker ist. Das bedeutet, dass ihm der Rhythmus der Versformen, aber auch die Klang- und Lautmalerei der Sprache in musikalischem Sinn begeistert. Einst von irländischen Musikerkollegen danach gefragt und berührt vom Irish Folk, begann er, seine ihm vertraute Mundart quasi auf ihre Musikalität zu überprüfen und einzusetzen. Und nicht zuletzt interessiert ihn, der an der rheinhessisch-pfälzischen und unweit der französischen Grenze lebt, die Vermengung der beiden deutschen Dialekte und französischen Worte. Im ersten Teil der Lesung zum Welttag der Poesie wird Gallé jedoch hochdeutsche Lyrik lesen, teilweise auch unveröffentlichte Texte.

„Wir freuen uns, dass wir mit dieser Lesung die Zusammenarbeit mit dem Kollegen aus Worms fortsetzen können“, so die Leiterin des Lorscher KULTour-Amtes, Gabi Dewald. Im Jubiläumsjahr 2014 hatten die beiden Kulturämter gemeinsam ein Veranstaltungswochenende zu Karl dem Großen organisiert. Ein Hinweis auf den Reichtum und das Potenzial der Region, die sich über drei Bundesländer erstreckt. „Wir wollen durch diese Kooperation mit Volker Gallé einmal mehr darauf hinweisen“, heißt es. „Hier gilt: Warum denn in die Ferne schweifen … Auch – oder gerade – am UNESCO Welttag der Poesie“.

Wir feiern den UNESCO-Welttag der Poesie (schon) am
Freitag, den 20. März um 19.30 Uhr im Paul-Schnitzer-Saal (Museumszentrum).

Beginn 19.30 Uhr.

Der Eintritt ist frei.