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STADT UND BÜRGERINFORMATION

 

Voller Erfolg – voller Geschmack!

Die Lorscher Zigarre „Lorsa Brasil“ übertrifft die Erwartungen

Stolz waren sie alle, die Lorscher Tabakpflanzerinnen und –pflanzer, als sie jetzt das Ergebnis der ersten Lorscher Tabakernte seit Jahren präsentierten: Die „Lorsa Brasil“ ist da. Und – das sei gleich vorweg genommen: Sie schmeckt! Und zwar auch anspruchsvollen Afficionados!

Als man das Bürgerprojekt 2012 ins Leben rief und mit dem gemeinsamen Tabakanbau die erloschene Tabaktradition der Stadt wiederbelebte, entschied man sich für die Tabaksorte Geudertheimer, einen typischen Zigarrentabak. Denn immerhin war Lorsch Jahrhundert lang für eben dieses Tabakprodukt berühmt, zunächst auch im Anbau, später nur mehr in der Zigarrenfertigung. Das neu ins Leben gerufene Lorscher Tabakprojekt jedoch befasst sich ausschließlich mit der Tabakanzucht. Zum Fermentieren und Verarbeiten hatte man die Ernte aus der Hand gegeben. Die Lorsa Brasil wurde in einer kleinen Manufaktur in Nordbaden gerollt.

Was nun die Lorscher Zigarre betrifft, ließ man sich von Fachleuten beraten. Schnell war klar, dass es sich dabei um einen Shortfiller handeln würde. Also eine Zigarre, deren Füllung aus einer Mischung verschiedener Tabake besteht, die – wie bei der Zigarette – geschnitten, gerissen und miteinander vermischt werden. Man entschied sich weiterhin für eine „Corona“, eine zylindrische Form mit einem flachen Rundkopf. Die Corona ist etwa 14 cm lang und 1,6 cm stark. Die Lorsa Brasil wird in 5er-Gebinden und zum Preis von 10 € verkauft.

Angenehm überrascht ist man vom guten Geschmack der Lorscher Zigarre. Die Lorsa Brasil ist mild und hat einen weichen, vollmundigen und würzigen Rauch. „Sehr erstaunlich“, urteilt man. Erwartet hatte man eine derbere, schlichtere Note. Denn dafür sind die heimischen Tabake, die beim heutigen Genussraucher eigentlich nicht mehr recht in Mode sind, bekannt. Noch dazu sind in der Lorsa Brasil – so die Aussage der Manufaktur - über 50% Lorscher Tabak enthalten. „Das ist weit mehr, als wir erwartet hatten“, so die Lorscher Tabakpflanzer. Allerdings hat man für die Tabakmischung auch ausschließlich Lorscher Sandblätter verwendet. Das sind die Blätter, die - daher der Name - ganz geschützt, direkt über dem sandigen Boden wachsen und als erstes verwertbares Gut geerntet werden. Die Sandblätter sind besonders nikotinarm und reich an ätherischen Ölen und Harzen. „Eigentlich eine Verschwendung“, weiß man. Denn das Sandblatt, als kostbarstes, und größtes Blatt der ganzen Pflanze, wird in der Regel nur als Deckblatt verwendet. Das dieses jetzt einen bedeutenden Bestandteil der Mischung ausmacht, mag das Geheimnis des außergewöhnlich guten Geschmacks der Lorsa Brasil sein. Das Deckblatt hingegen ist aus brasilianischem Tabak – wie der Produktname erkennen lässt. Lorsa Brasil hieß übrigens eine Zigarrenmarke, die früher sehr erfolgreich in Lorsch produziert wurde. 

Die Auflage der limitierten Edition aus der Ernte 2013 ist auf 3000 Zigarren beschränkt. Nachdem die ersten 20 Kisten in zwei Stunden ausverkauft waren, hat man jetzt eine zweite Sendung bekommen, die ab sofort erhältlich. „Groß ist die Auflage nicht“, bestätigt das KULTour-Amt der Stadt, als Initiator des Projekt. „Aber wir wollen ja auch nicht als Tabakbarone auftreten! Die Lorsa Brasil ist als Ergebnis, Produkt und Endpunkt unserer gemeinsamen Arbeit  und der ersten Ernte jedoch unverzichtbar“, so Kulturamtsleiterin Gabi Dewald. „Aber wir haben natürlich nicht den Ehrgeiz, uns als Rauchwarenproduzenten einen Namen zu machen.“ Vorerst ist man jedoch mit dem Verlauf und dem Ergebnis des ersten Tabakjahres in Lorsch hochzufrieden.

Die „Lorsa Brasil“ wurde in einer limitierten Edition von 3000 Zigarren (5 Stück 10 €) produziert. Eine Kiste mit 5 Zigarren. kostet 10 €.

Verkauft wird die Lorsa Brasil in Lorsch im KULTour-Amt (Stiftstraße 1), in der Tourist-Info NibelungenLand im Alten Rathaus, im divino Schmankerlladen (Römerstraße 1) und im Museumszentrum (Nibelungenstraße 35). Außerhalb Lorschs erhältlich bei „Rauchkultur Seiler“ (Bensheim, Bahnhofstraße 19).